Das ist eine äußerst traurige Nachricht. Gerade erst im Oktober sah ich in der Kammeroper eine zurecht bejubelte und über alle Vorstellungen hinweg ausverkaufte Inszenierung eines Rossini-Einakters. Ein Juwel, das einen glücklich in den Abend entließ. Sehr bedauerlich, wenn derartige Perlen nun aus dem Angebot verschwinden….
Beiträge von Awakennings.neu
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Finde das neue phantom was gerade in Wien ist auch sehr bescheiden sagen wir es mal so gg .
Habe ich auch so erlebt. Bescheiden trifft es ziemlich gut.
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Warum bist du so aggressiv?
Es soll Leute geben - und ich nehme an, dass Awakennings.neu zu diesen gehört -.die sich sowohl für Musicals als auch andere Kunstformen interessieren. Eine Kulturlandschaft, die nur aus Musical besteht, wäre sicher genauso wenig wünschenswert, wie eine Kulturlandschaft, die nur aus Oper oder Sprechtheater besteht.
Und ob Awakennings.neu hier ist oder nicht, ist doch wohl ganz allein Awas Entscheidung.
Vielen Dank, vollkommen richtig!
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Trotzdem ist der Blick aufs Ganze ja sinnvoll!? Hier hat ja keiner ganze Opernkritiken verfasst. Und das TadW ist aktuell doch ganz gut aufgestellt. Wollte bei meinem letzten Besuch spontan in Alice, keine Karte zu bekommen und allgemein ist es doch ganz gut gebucht dort immer, oder nicht?
Danke, richtig. Im März war ich im Theater an der Wien in einer der seit Monaten ausverkauften „Norma“-Vorstellungen, sensationell gut und eines der größten Highlights des Jahres. Und im Oktober sah ich dort eine rasante, spannend neu inszenierte „Fledermaus“, die einige begeisterte, anderen vor den Kopf stieß: genau so sollte es sein, und ausverkauft war es ebenfalls. Musicals haben auch in der Wiener Theaterlandschaft weiter ihren Platz (Raimund, Ronacher, Volksoper, demnächst noch Prater und im Umland in Baden etc.). Ich habe mich allein dagegen gewehrt (und tue es weiter), dass jemand so tut als bestünde Kultur nur aus Musical oder solle nur daraus bestehen. Wenn sich jemand nur allein dafür interessiert: Bitteschön. Aber danach hat sich nicht die gesamte Kulturlandschaft zu richten und wird es gottlob auch nicht tun.
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Ist schon interessant, dass für manche Menschen mit Tunnelblick die Kulturlandschaft ausschließlich aus Musicals zu bestehen hat. Autsch, was wäre das für eine armselige, traurige Welt.
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Keine Zeit leider, meine Oper beginnt in neun Minuten.
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Mein Post bezog sich auf die Kritik des Standard.
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Kann ich nur bestätigen, ich habe es gegenüber Freunden allerdings harscher formuliert.
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Das klingt in meinen Ohren einfach grauenhaft.
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Irgendwo tief in mir, bin ich ein Kind geblieben.
Zum Glück.
Das ist völlig in Ordnung.
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Schade, ich hatte auf Elisabeth gehofft, da gab es ja Gerüchte und Andeutungen. Das Disney-Stück fand ich damals schon wirklich gruselig und allenfalls für Kinder geeignet. Naja, viel Spaß denen, die es mögen (ohne Ironie).
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Irgendwas bei Moulin Rouge derzeit…?
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Zu Elisabeth in Essen muss man hinzufügen, dass es zur NL-Version eine entscheidende Änderung gab: im Gegensatz zu Scheveningen griff man wieder auf Dennis Callahans Choreografie zurück (angepasst an die Habbema-Inszenierung).
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Schlimm sind die massiven (!) Kürzungen, für die die es nun indoor keine rationale Begründung gibt. Würde ich mir nicht ansehen.
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Die sehr klamauklastige Bühnenadaption von Ken Ludwig kann mich leider auch nicht wirklich überzeugen.
Da muss ich mich anschließen. Es ist nur Klamauk. Christie-Feeling kommt nicht auf. Sehr schade, einen solch wunderbaren Klassiker derart zu verhunzen. Wer Christie auf der Bühne erleben will, bleibt besser bei der Londoner „Mousetrap“.
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Zumindest hat Sylvester Levay am letzten Abend in Schönbrunn eine relativ deutliche Andeutung gemacht, eigentlich schon eine Ankündigung.
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Cellophan: genau richtig. Es werden u. U. einfach falsche Erwartungen geweckt. Als Konzert ist es, speziell für alle, die das Stück ohnehin kennen und lieben, ein schönes Wiedersehen und -hören. Für alle anderen könnte es eine Enttäuschung werden oder aber zumindest hinter dem zurückbleiben, was man sich gemeinhin unter einem Gut geschriebenen Musical-Drama vorstellen kann.
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Ich bezog mich auch lediglich auf die in Schönbrunn gesehene Version.
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Es geht mir gar nicht um das viele zusätzliche Material, das da in den letzten Jahren hinzugefügt worden war. Das meiste davon war für die Handlung eher überflüssig. Gehen wir einfach mal von der Version aus, die 2003 bis 2005 in Wien lief, als Vergleich. Wenn dann aber, wie erwähnt wurde, Szenen einer Ehe gestrichen wird, aus der Schönheitspflege eine einzige Strophe bleibt, Jedem gibt er das Seine gekürzt wird, von Eine Kaiserin muss glänzen fast nichts mehr bleibt usw. usw, im einzelnen komme ich gerade nicht drauf, dann erschließt sich oft nicht einmal mehr der Sinn. Zuweilen wird Bezug genommen auf eine Szene, die zuvor gar nicht gezeigt worden war. Es geht also nicht um eine Art Purismus, weil man das Stück so liebt, sondern eben auch um Logik und um den gesamten Fluss eines Stücks aus einem Guss. Als Konzert trotzdem noch vergnüglich und schön, als dramatisches Werk aber mindestens sehr fragwürdig in dieser Form.
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Die Kürzungen waren teils wirklich schlimm und Sinn entstellend. Oft wirkte das Ganze wie eine nur lose zusammenhängende Nummern-Revue. Das sollte dringend geändert werden.
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Finds auch gut, dass überall steht, dass es eine Konzerntante Version ist. Find ich schon schön, auch das Orchester, wenn es schon so groß ist, auf der Bühne zu sehen.
Auch, wenn ich mir wünschte, dass die Stage Elisabeth neu und groß auflegt in einer Mischung aus der Wiener und deutschen Version. Würde gerne wieder "die Verschwörung" in der Show. Dafür könnte man gut und gerne "Boote in der Nacht" streichen, das mochte ich noch nie.
Sehe ich ganz anders. Die deutsche Verschwörungsszene habe ich immer als nervtötenden Nonsens empfunden. Boote in der Nacht dagegen ist schon inhaltlich:dramaturgisch notwendig, und die Melodie auch wunderschön. Gerade jetzt in Schönbrunn habe ich das wieder so empfunden. Endlich eine schöne, ruhige Melodie, die dann am Ende nicht so plakativ nach kreischendem Jubel und Applaus ruft wie sonst so gut wie alle Musicalnummern.
Aber so hat eben jeder seinen eigenen Geschmack, völlig ok. Auf eine neue Inszenierung bin ich auch gespannt, nur die permanenten Verschlimmbesserungen haben dem Stück in Teilen nicht gut getan. Ich hoffe daher, dass nicht wieder so viel „herumgedoktert“ wird. -
Ich fand ihn als Tod ausgezeichnet. Hoffentlich mal in einer voll-szenischen Version.
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Ah sorry, doch gerade entdeckt.
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Die aktuelle EP der Schönbrunn Version ist ab heute im Stream zu finden.
Bei Apple/ITunes nicht, oder? 🤔
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Da bin ich durchaus bei Dir. Die Kupfer-Version wurde nahezu von Anfang an immer wieder verändert, z. B. auch das Licht-Design, das ich im Ursprung auch klasse fand. Mein Herz hängt total an der Kupfer-Inszenierung (in allen Varianten), da ich finde, sie brachte alle auch hintergründigen Facetten hervorragend zum Ausdruck, und da ich z. B. die Habbema-Inszenierung eher nichtssagend bis kitschig fand. Trotzdem bin ich absolut offen für etwas Neues, zumal Theater eben kein Museum ist, indem nur für alle Zeit konserviert werden soll. Deshalb gerne eine neue Inszenierung.