Beiträge von Charlotte

    Ich fand die tänzerische Darstellung von Rebeccas Tod das einzige Manko in der Inszenierung, das braucht es einfach und ich fand immer toll, das Rebecca einfach nie auftaucht. Die Wasserbecken fand ich auch eine gute Idee, allerdings sah Herr Stanke in nassen Hosen dann schon gewöhnungsbedürtig aus. Der große Chor und die Tänzer sind immer ein extra Plus in Magdeburg.

    Die Seitenbrücken fand ich auch toll, allerdings taten mir die beiden Damen leid, die da oben so nah am Abgrund stehen und Singen mussten, das wäre definitiv nichts für mich.

    Wir waren gestern in Magdeburg zum Domplatz Open Air. Rebecca war einfach super und passt sehr schön in das Ambiente. Kerstin Ibald als Mrs. Danvers war grandios.

    Bei unserem Besuch war auch der erste Rang auf. Die Musik fand ich vom ganzen Stück am schlechtesten. Der Cast ist toll, die Texte sind wirklich gut, die Choreo erinnert ein bisschen an TdV, ist aber sonst gut. Nur die Musik ist langweilig, halt Rosenstolz Pop. Da hätte man wirklich mehr auf die Zeit eingehen können und auch verschiedene Stile verwenden, aber das ist ja nur unser Geschmack.

    Bühnenbild gibt es so gut wie keins, haben wir aber auch nicht vermisst.

    Ich glaube auch das die Stückewahl nicht klug war. Ich denke da an Schuh des Manitu, eine kolossale Fehlleistung. Hinter dem Horizont war auch nicht klug, weil sich da viele Berliner nur verarscht gefühlt haben. Außerdem hätte man das TdW natürlich in Englisch bespielen können, dann hätten auch die vielen internationalen Touristen etwas davon. Ich glaube aber auch 42nd Street wäre eventuell gut oder Moulin Rouge.

    Klar ist aber, dass die SE auf diese Art mehr als 4 Mio potentielle Besucher verliert. Jetzt läuft es gerade super, KuDamm 56 scheint auch eine. Fanbase zu haben.

    Wir waren jetzt endlich mal wieder im TdW, das wirklich gut ausgelastet war. Wir sind trotzdem schon ganz schön traurig geworden, dass die SE dieses wunderschöne Haus bald nicht mehr bespielen wird. Das ist so schade und auch ein bisschen unverständlich, da gehen doch viele Einnahmen verloren.

    Wenn die SE mehr auf Opulenz setzt, dann hat sie sicher nur einen kleinen Ausschnitt des Publikums im Sinn. Das sind für mich diejenigen, die vielleicht einmal im Jahr als besonderes Ereignis ins Musical gehen, nicht die Fans, die sich für neue Stücke und Weiterentwicklungen interessieren. Oder liege ich da falsch?

    Die Frage ist doch, ob sich mit einer Konzentration der SE auf zwei Standorte die Zuschauerzahlen mindestens halten lassen oder nicht. Das hängt natürlich auch ganz eng mit den alternativen Angeboten der Häuser vor Ort zusammen. Nicht alle Theater setzen da auf MFL. Ich brauche z.B. nach Hamburg zwei Stunden Fahrzeit. In der Zeit bin ich auch in Magdeburg oder Leipzig, also stellt sich im Sommer eher die Frage Rebecca oder SE und nicht MFL oder SE.

    Ich finde es sehr schade, wenn das TdW schließt, da gab es tolle Produktionen. Allerdings muss wegen mir nicht unbedingt die Stage der Betreiber sein. Ich finde Musicals von anderen Produzenten und Theatern auch toll und oft besser als die SE Produktionen, weil nicht so steril.

    Ich glaube auch, dass sich die SE konzentrieren muss. Für HH muss sie dann aber auch ihre Tourismusstrategie anpassen. Die Leute kommen sicher nicht mehr automatisch in Scharen und allein die Hamburger plus Umland werden es nicht herausreißen.

    Nun ja, wir werden in den nächsten Jahren ja sicher sehen, ob der Musicaltourismus weiter besteht. Ich glaube nicht dran, aber das Hamburger Marketingbüro offenbar schon. 😀

    Prinzipiell finde ich jedes neue Stück erstmal spannend, allerdings fahren einige Fans dann irgendwann sicher auch wieder nach London.