Harry Potter / Hamburg

  • Ich hab das Stück in London gesehen und fand auch, dass es Theatermagie bleibt, selbst wenn man erkennt "wie die Magie entsteht".

  • Ich habe in der dritten Reihe gesehen. Bei den einfachen Tricks hat man ein wenig gesehen, wie sie funktionieren. Aber ich glaube, dass sich in diesen Fällen sowieso jeder denken konnte, wie es gemacht wird. Bei den größeren Tricks, hat man in Reihe drei nichts sehen können!


    Ich glaube, es bleibt magisch - egal wo man sitzt!!

  • Mein erster Theaterbesuch nach 2 Jahren ist eine unbedingte Empfehlung: "Harry Potter und das verwunschene Kind" ist temporeiches, spannendes Event-Theater mit verblüffenden Effekten, vielerlei Zaubertricks, Überraschungen und einer sehr guten Cast. "Es ist sein Geld wert", wie man so schön sagt, man sieht die immensen Kosten der Produktion in fast allen Szenen. Wie ein Film, der auf der Bühne spielt, dabei selten langweilig (ab und zu aber doch mal) ist. Die Gesamtmischung aus Schauspiel, Bühnenbild, Soundtrack und Tontechnik und "Movement" macht die Show sehenswert und einzigartig.


    Voraussetzung für den unbeschwerten Besuch: Mindestens die ersten 4 HP-Filme sollten bekannt sein, ein dickes Portomonnaie sollten ebenso mitgebracht werden, wie Sitzfleisch und Geduld. Wenn man einen kompletten Tag entbehren kann, ist der Besuch der Show an einem Marathon-Stück zu empfehlen (so bleibt man am besten in der Handlung)-


    Trotzdem nur 4,5 von 5 Punkten, weil ein paar Kritikpunkte gibt es auch:


    Ja, es ist teuer und kommerziell, manchmal wird die Grenze zur "Abzocke" überschritten. Zum Beispiel indem man die erste Reihe zum Premium-Preis anbietet. Ich persönlich war mit der ersten Reihe zufrieden (weil nah dran), aber diese Plätze sind definitiv überteuert: zu hohe Bühne, dadurch Sichtbehinderung bei fast allen Szenen unterhalb der Waffen der Darsteller. Unter 1,80 Grösse ist die erste Reihe nicht zu empfehlen. .Auch der Abstand zur BÜhne ist viel zu unbequem und man wird den Eindruck nicht los, diese Reihe wurde zusätzlich eingebaut, des Mammons wegen. Vorteil von Reihe 1: es wird viel am vorderen Bühnenrand gespielt gespielt, das Wasser des Sees spritzt ein wenig rüber - fand ich toll!


    Weniger wäre mehr: die Show wäre mit Kürzungen in 3,5 Stunden (statt über 5) machbar, für den Zuschauer "menschlicher" und preiswerter. Vieles wirkt gestreckt, damit man auf die lange Spieldauer und entsprechende Preise kommt. Für meinen Geschmack zuviel bemühter Anspruch durch Schuld- und Vater-Sohn-Drama. In dieser Menge überflüssig - man möchte in den Laberrunden vorspulen. Die Rückblenden jenseits der Zeitreisen haben keinen Mehrwert. Zum Beispiel Harry als Kind in der Besenkammer, wenn Hagrid kommt am Geburtstag. Überflüssig, weil da nichts neues drin steckte. Man kennt die Szene aus Film und Buch. Dann die meiner Meinung nach überflüssigen Chore0grafien, wo sie mit den Mänteln schwingen - Zeitschinderei und irgendwie lächerlich..


    Böse Menschen kennen keine Lieder - kein Gesang in der Show. Warum eigentlich nicht? Es würde die zumeist düstere, schwarze Stimmung etwas aufhellen. 1 - 3 Lieder hätten gereicht und wären auch aus den Büchern abzuleiten: zum Beispiel der sprechende Hut, der im Buch aus singt.


    Die über 5 Stunden sind farblich schwarz und braun. Hätte mir nur eine einzige Szene mit blauen Himmel und einen Wald mit richtigen grünen Bäumen gewünscht. Die Augen brennen, wenn man in der Pause aus dem Dunkel ins Licht kommt. Ich kann aber nachvollziehen, dass die Dunkelheit wesentlich ist für die Zaubertricks und Effekte.


    Ambiente und Infrastruktur innerhalb des Theaters: super! Aber der Vorplatz ist eine Vorhölle: Beton ohne Sitzgelegenheit. Wo ist das Problem, Bänke aufzustellen und etwas Grün?


    Bloss nicht auf den Trick reinfallen, 90 Minuten vor Beginn anwesend zu sein. Das ist nicht nötig und dient ziemlich durchschaubar der Geldschinderei. Man sollte es da nicht übertreiben, denn durch die vielen Pausen wird man sowieso viel Kohle los.


    Das Theater war am 6.8. ausverkauft - kein Platz frei. Was die These widerlegt, dass Zuschauer im Theater ausbleiben. Und ebenso die These, dass Zuschauer ausbleiben, wegen den Preisen.


    Hingehen (aber auf Angebote warten, ich hatte MagicWeek)

    :) .

  • Weil ein thematisch herausragendes Stück gut besucht bis ausverkauft ist, widerlegt es sicher nicht die These, dass die Zuschauer im Theater ausbleiben. Was ist das denn für eine Logik ein Stück mit USP mit der ganzen Theaterlandschaft zu vergleichen? Und wie ich selbst von Freunden gehört habe, sind wohl viele Besucher auch noch "Nachrücker" von Vorstellungen, die durch Corona nicht stattgefunden haben.

  • """"" Sichtbehinderung bei fast allen Szenen unterhalb der Waffen der Darsteller. Unter 1,80 Grösse ist die erste Reihe nicht zu empfehlen.""""


    Schon wieder Hexerei :) . Irgendein Todesser hat aus dem Wort "Waden" "Waffen" gemacht. Es werden keine Waffen getragen bei Harry Potter. In der ersten Reihe kann man Szenen im hinteren Bereich der Bühne unterhalb der Waden der Darsteller nur sehen, wenn man sich hochreckt... Zum Beispiel sieht man bei 1,82 im Sitzen nicht den brennenden Kamin und die Zauberer, die durch ihn reinrutschen.


    Fiyero: wieso soll man HP nicht mit anderen Sprechtheatern oder Musicals vergleichen können? Die Eiskönigin oder Hamilton haben auch USPs.... Schau dir mal den Vorverkauf von "Hamilton" an. Lange nicht der Run wie in NYC oder London. Eher wie "Kinky Boots" Hamburg. Sie werden Hamilton verramschen müssen - so sieht das aus. Auch das Hamburger SchmidtTivoli sieht im Vorverkauf vor allem von Hits wie "Heisse Ecke" - erbärmlich aus (im Vergleich zu 2019).


    Irgendjemand hat in einem anderen Thread einen Link zu einem Artikel über die Krise im Theater gebracht. Den Artikel konnte ich nicht lesen (liebe MUZ: bitte keine Bezahl-Artikel verlinken oder bei pay-Media bitte den Inhalt zusammenfassen). Der erste Satz lautete: "Könnte man die ausbleibenden Besucher doch fragen, warum sie ausbleiben...."


    Ich gebe mal meine Antwort dazu, denn auch ich besuche die Theater nicht mehr so intensiv wie vor 2020. Harry Potter war das einzige Stück bisher und wird es wohl dieses Jahr auch bleiben. Warum ? Ich habe in den 2 Jahren Zwangspause erfahren, dass das Leben auch ohne Live-Theater lebenswert ist. Theater als Konsum (im Sinne von ein Musical nach dem nächsten) muss eigentlich nicht sein. Eiskönigin und Co von Stage interessieren mich nicht brennend, früher hätte ich die Eiskönigin in den ersten Wochen besucht. Ins Schmidt Theater gehe ich überhaupt nicht mehr (aus Gründen empfundener Diskriminierung) und die geplante London-Musicalreise zum Jahreswechsel mit Hund habe ich zugunsten Südfrankreich ohne Musical gecancelt. Es gibt weder in London noch in New York für mich Sehenswertes. Ein aufgeblasenes, überteuertes überlautes Medley-Musical wie "Moulin Rouge" ? Brauche ich nicht mehr.


    Harry Potter bietet ein besonderes Event, wie früher das Phantom oder Cats. Etwas, über das man hinterher redet. "Mal etwas Neues, Anderes", wie mein Partner nach HP treffend meinte.

  • Harry Potter bietet ein besonderes Event, wie früher das Phantom oder Cats. Etwas, über das man hinterher redet. "Mal etwas Neues, Anderes", wie mein Partner nach HP treffend meinte.

    Richtig. Und genau deshalb steht es ja auch nicht symbolisch für alle oder andere Theater sondern ist wie du selber sagst etwas besonderes.

  • Mittlerweile werden die zwei Teile nur noch im London und Hamburg gespielt. Für New York und alle anderen Spielstädten wurde das Stück auf 3,5 Stunden gekürzt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Hamburg diesen Schritt geht, wenn die Besucherzahler gesunken sind. Ein Ticket kostet schließlich weniger als zwei.

  • Mehr wie MyMusical braucht man eigentlich nicht zu sagen. Du widersprichst dir selbst und du sprachst vom Theater allgemein, dazu gehört für mich auch Goethe, Schiller, Kleist, Shakespeare usw. usw.

  • Richtig. Und genau deshalb steht es ja auch nicht symbolisch für alle oder andere Theater sondern ist wie du selber sagst etwas besonderes.

    Ja, es ist etwas Besonderes, aber das Rad wird doch nicht neu erfunden, oder ? HP ist Sprechtheater in Überlänge mit Effekten und Tricks. Von Flugszenen bis Bücher und Treppen, die von Darstellern in Schwarz in schwarzem Hintergrund bewegt werden, eine Zugfahrt, die mit Gepäck angedeutet wird - alles in Teilen schon mal irgendwo in einem Theater gesehen. Nicht alle Musicalbesucher, die ich kenne, wollen sich HP anschauen: Sprechtheater in Überlänge für rund 300 EUR für gute Karten ist nun wirklich nicht "anziehend". Der USP ist Harry Potter - aber auch nicht jeder Musical- und Theatergänge kennt HP.

    Trotzdem haben ein Paar in Dortmund beschlossen, nicht zu Goethe für 40 EUR um die Ecke zu gehen, sondern zu HP zu fahren.

    Bei solchen Entscheidungen kann man nicht davon reden, dass immer weniger Lust haben ins Theater zu gehen. Im Gegenteil. Es hängt vom Stück ab. Das übrige Theaterangebot ist eben nicht attraktiv genug. Theatermacher müssen sich was einfallen lassen. Business as usual ist nicht mehr.

  • Ja, es ist etwas Besonderes, aber das Rad wird doch nicht neu erfunden, oder ? HP ist Sprechtheater in Überlänge mit Effekten und Tricks. Von Flugszenen bis Bücher und Treppen, die von Darstellern in Schwarz in schwarzem Hintergrund bewegt werden, eine Zugfahrt, die mit Gepäck angedeutet wird - alles in Teilen schon mal irgendwo in einem Theater gesehen. Nicht alle Musicalbesucher, die ich kenne, wollen sich HP anschauen: Sprechtheater in Überlänge für rund 300 EUR für gute Karten ist nun wirklich nicht "anziehend". Der USP ist Harry Potter - aber auch nicht jeder Musical- und Theatergänge kennt HP.

    Trotzdem haben ein Paar in Dortmund beschlossen, nicht zu Goethe für 40 EUR um die Ecke zu gehen, sondern zu HP zu fahren.

    Bei solchen Entscheidungen kann man nicht davon reden, dass immer weniger Lust haben ins Theater zu gehen. Im Gegenteil. Es hängt vom Stück ab. Das übrige Theaterangebot ist eben nicht attraktiv genug. Theatermacher müssen sich was einfallen lassen. Business as usual ist nicht mehr.

    Danke dir@Fantomas: Dem kann ich zustimmen - HP kommt für mich auch nicht infrage - ich schaue kaum Schauspielstücke an was aber daran liegt, da ich Musik in allen seinen Formen liebe und schon schauen muss, dass ich alles relevante übers Jahr organisiert bekomme zu besuchen - und wenn man immer die Preise der Stage kritisiert (Musiktheater ist die teuerste Theaterform) dann verstehe ich auch nicht, dass man zu den hohen HP Schauspiel-Preisen kaum was sagt.....

  • Klar ist Harry Potter kein Schnäppchen, aber im Gegensatz zu den derzeitigen Stage-Produktion stimmt für mich ganz persönlich das Preis-Leistungsverhältnis hier noch.


    Zum Glück ist in Harry Potter auch genug Musik enthalten, da muss der Hut nicht plötzlich singen. Das ist schon sehr gut, wie es ist.

  • Zum Glück ist in Harry Potter auch genug Musik enthalten, da muss der Hut nicht plötzlich singen. Das ist schon sehr gut, wie es ist.

    Die Musik ist ein perfekt abgemischter Soundtrack, der die Inszenierung untermalt und dramatisiert. In der Qualität aber nicht vergleichbar mit dem Williams-Soundtrack der ersten beiden Filme. Etwas irreführend, das bekannte Filmmusik-Potter-Motiv im Trailer für HP einzusetzen, in der Show aber nicht.


    Hängen bleibt musikalisch 0. Im Film Harry Potter und der Gefangene von Askaban gibt es einen schönen Chor der Schüler...

  • Die Musik ist ein perfekt abgemischter Soundtrack, der die Inszenierung untermalt und dramatisiert. In der Qualität aber nicht vergleichbar mit dem Williams-Soundtrack der ersten beiden Filme. Etwas irreführend, das bekannte Filmmusik-Potter-Motiv im Trailer für HP einzusetzen, in der Show aber nicht.

    Ja, da stimme ich dir zu. War mir gar nicht aufgefallen, dass im Trailer die Filmmusik läuft, aber solche Trailer gehen eh meist an mir vorbei. Wenn das wirklich so ist, dann ist es in der Tat etwas irreführend.

  • Ich überlege die ganze Zeit welche Musik es da gab? Habe null Erinnerung für London bezüglich der Musik.

    Einzig das mir das ganze Stück zu lang war und ich die Darstellung einer Schlüsselfigur zu hysterisch empfand.


    Die Chorgesänge hätte ich auch toll gefunden. In den Universal Studios gibt es Auftritte des Chors mit singenden Fröschen, die ich sehr cool finde.

  • Es gab ja zu den Choreos immer wieder Musik, aber eben sehr begleitend eingesetzt. Aber schon recht durchgängig durch den ganzen Abend.

    Stimmt. Ein Soundtrack wabert durchgängig,. Wenn man Fahrstuhlmusik als "Musik" betrachtet, kann man natürlich auch den Soundtrack von HP als tolle Musik sehen. In einem Musicalforum muss ich nicht erklären, dass diese "Musik" keine musikalische Qualität und keinen Erinnerungswert hat. Es ist Begleitmusik - nicht mehr und nicht weniger. Keine Melodie, hier sollten keine falsche Hoffnungen geschürt werden. HP ist sehenswert, aber Musik gib es hier nicht zu finden.

  • Die doppelten ?( Emojis signalisieren mir: Hier besteht ERKLÄRUNGSBEDARF.


    Also Erklärbar:

    Es gibt immer noch Leute, die vom "Harry Potter-Musical" reden, z.B. in den google-Reviews. Das ist irreführend, denn HP ist kein Musical und hat auch keinerlei musikalischen Elemente eines Musicals. Und wenn hier jemand schreibt "Da ist Musike drin und Choreografien zu Musike und sogar durchkomponierte Musike", dann ist das zwar nicht völlig falsch, aber schlecht abgegrenzt und definiert. Führt weiter zur Verwirrung bei und weckt falsche Hoffnungen. Es handelt sich bei der Musike um einen instrumentalen Soundtrack zur Untermalung des Geschehens auf der Bühne. Das ist gut gemacht und zumindest in der ersten Reihe von sehr guter Klangqualität.

    Man hat sich das so vorzustellen (Achtung leichte Spoiler!):

    Akt 1 beginnt, der Bahnhof und eine simple Choreografie von koffertragenden Schülern und Eltern zu einem beschwingtem Sound, leicht irisch, ein wenig wie "Lord of the Rings -die Live Show. Die Dementoren bekommen eine bedrohliche Untermalung mit schrillem Schrei als Höhepunkt. Die Zeitreisen werden tonalisiert durch Wabern und Wummern, akustische Verzerrungen und Bässe, die man in der ersten Reihe auch körperlich spürt. Zum Übergang von der Pause zum nächsten Akt werden (ähnlich Entracte beim Musical) simple Chroeografien zu Begleitmusik eingesetzt - z.B. schwingt das Ensemble dunkle Mäntel über den Schultern und macht dazu einige Bewegungen. Die schwingenden Mäntel kommen nicht ganz an die Windmaschine in "Lord of the Rings" ran, stiften aber zumindest im heissen Sommer Ventilator-likige Erfrischung in der ersten Reihe. ;)


    Wenn ich Harry Potter beschreiben sollte in wenigen Worten:

    Eine theatralische Mischung aus Action-Movie, Zaubershow und Themenpark. Es roch in der ersten Reihe vor der Wand und offenen dunklen Bühne für mich bei Hereinkommen und hinsetzen nach "Escape from Gringotts" und The forbidden Journey" aus den Harry-Potter-Welten Orlandos. So roch es da auch! :)


    Wenn man sich Plätze Parkett zum Mittelgang wählt, darf man sich auf eine nahe Begegnung mit dem Lord freuen. Neben mir wurde in der ersten Reihe eine Treppe ausgefahren, und dann kam er von der Bühne da runter, um durch den Mittelgang zu schreiten, zu bedrohlicher akustischer Untermalung. Gruselig....

    Einmal editiert, zuletzt von Fantomas ()

  • Deine umfangreiche Erklärung, die ich gar nicht gelesen habe, weil für mich belanglos und uninteressant wäre für mich nicht notwendig gewesen.

    Wenn jemand schreibt es ist Begleitmusik und gleichzeitig es gibt keine Musik zu finden scheint ein ganz seltsames Bild von der Definition Musik zu haben bzw. widerspricht sich ja selbst.

    Nur weil es keine Musicalsongs oder andere Lieder sind, sondern eher ein untermalender Soundtrack, so ist es doch Musik. Also es wäre mir neu, wenn Soundtracks nicht mehr als Musik gelten würden. Und es ist irgendwie auch ziemlich anmaßend, dass du den instrumentalen Kompositionen das Merkmal bzw. die Gattung Musik absprichst, denn ich vermute mal, dass bei einer so teueren Produktion auch genau bedacht wurde, was für Musik als begleitender Soundtrack genutzt wird.

  • Zum Einen würde ich nicht zwingend auf Dinge eingehen, die ich nicht lese FIEYRO dann das ist so grundsätzlich ein Problem im Internet.

    Zumindest sieht es aber so aus als hast du dich damit beschäftigt.


    Zum Anderen konnte ich Fantomas Ausführung in so fern folgen, dass bei mir offensichtlich auch null hängen blieb. Und langjährige Nutzer hier wissen, wir sind hier wahrlich keine Freunde im Forum.


    Wenn ich im Vergleich an War Horse denke, dass ja auch ein Schauspiel war. Da bekomme ich heute noch Gänsehaut wenn ich an die Musik denke. Da ist die bei mir tatsächlich was hängen geblieben, an Stimmung die das Stück hat.

  • Mein Kommentar bezieht sich auf den Beitrag den ich gelesen habe und da wird behauptet, dass es keine Musik gibt.

    "HP ist sehenswert, aber Musik gib es hier nicht zu finden."

  • Es handelt sich bei der Musike um einen instrumentalen Soundtrack zur Untermalung des Geschehens auf der Bühne. Das ist gut gemacht und zumindest in der ersten Reihe von sehr guter Klangqualität.

    Nichts anderes wurde zuvor gesagt. Und das du in der ersten Reihe gesessen hast, wissen wir auch schon seit deinem ersten Beitrag. Im übrigen ist der Klang auch in der Mitte des Saals von guter Qualität, das nur am Rande. Dennoch ist es „verwirrend“ zu behaupten es gibt keine Musik und im selben Posting die vorhandene Musik zu erwähnen. Das bedarf an sich auch keiner weiteren Erklärungen. Das ganze ist einfach faktisch falsch und darüber hinaus entweder dumm oder absichtlich wieder auf Streit aus. Beides keine Dinge auf die man stolz sein sollte. Da werden Dinge die eigentlich klar sind solange ausgewalzt bis daraus Verwirrung und im schlimmsten Fall Steit entsteht. Leider sind es ja immer die selben zwei Leute, die sich hier in den letzen Jahren durch verschiede Namen gequält haben. Das soll aber jeder selber beurteilen, sonst gibts hier nachher den selben Kindergarten wie neulich an anderer Stelle.


    Das Harry Potter ein gutes Schauspiel mit minimal begleitender Musik ist, sollte hier allgemein bekannt sein. Das es fälschlicher weise an anderer Stelle oft als Musical bezeichnet wird ist richtig und ich finde es auch irreführend, aber das war ja zumindest hier gar kein wirkliches Thema, oder?

  • Zum Anderen konnte ich Fantomas Ausführung in so fern folgen, dass bei mir offensichtlich auch null hängen blieb. Und langjährige Nutzer hier wissen, wir sind hier wahrlich keine Freunde im Forum.


    Wenn ich im Vergleich an War Horse denke, dass ja auch ein Schauspiel war. Da bekomme ich heute noch Gänsehaut wenn ich an die Musik denke. Da ist die bei mir tatsächlich was hängen geblieben, an Stimmung die das Stück hat.

    Da stimme ich euch beiden auch zu, ich fand die Musik in dem Moment wo ich im Theater war sehr passend, da sie wie auch von Fantomas geschrieben sehr atmosphärische Begleitung war, mehr soll es ja auch in dem Fall wohl gar nicht sein.


    Wo du gerade War Horse erwähnst, auch das fand ich seinerzeit im Theater toll. Fragst du mich heute was hängen geblieben ist, sind es genau vier Dinge:


    - die Geschichte

    - das Konstrukt des Pferdes

    - Heinz Hoenig mal auf der Bühne erlebt zu haben

    - und die Erinnerung es als tollen Theaterabend abgespeichert zu haben


    Einzelheiten verfliegen bei mir inzwischen sooo schnell wieder. Vielleicht werde ich zu alt, vielleicht ist es auch alles zu viel. ;) Aber solange ich den Moment genieße in dem er statt findet kann ich damit auch gut leben. ;)

  • Deine umfangreiche Erklärung, die ich gar nicht gelesen habe, weil für mich belanglos und uninteressant wäre für mich nicht notwendig gewesen.

    Wenn jemand schreibt es ist Begleitmusik und gleichzeitig es gibt keine Musik zu finden scheint ein ganz seltsames Bild von der Definition Musik zu haben bzw. widerspricht sich ja selbst.

    Nur weil es keine Musicalsongs oder andere Lieder sind, sondern eher ein untermalender Soundtrack, so ist es doch Musik. Also es wäre mir neu, wenn Soundtracks nicht mehr als Musik gelten würden. Und es ist irgendwie auch ziemlich anmaßend, dass du den instrumentalen Kompositionen das Merkmal bzw. die Gattung Musik absprichst, denn ich vermute mal, dass bei einer so teueren Produktion auch genau bedacht wurde, was für Musik als begleitender Soundtrack genutzt wird.

    Erklärbär 2:

    Begleitmusik ist natürlich auch Musik.

    Ebenso ist Musik in Fahrstühlen, Supermärkten, Themenparks-Rides wie „Escape to Gringotts“ natürlich auch begleitende Musik. Auch das Pfeiffen im Walde oder quakende Frösche sind Musik.


    Wer Musik sucht, sucht in der Regel aber keine Begleitmusik. Kenne niemand, der zuhause eine CD „Fahrstuhlmusik“ hat. Also ist Begleitmusik funktional und andere Musik schön.


    Wer schöne, „richtige“ Musik sucht. Findet sie bei HP nicht.


    Ein Casting von Sängern und Musiker hätte die Produktion wohl erheblich verteuert und erschwert. Gute Schauspieler mit athletischen Fähigkeiten und Optik, die der Vorlage nahekommt, waren wesentlich. Es sind sehr gute Schauspieler im Stück, die (Hochachtung!) 5,5 Stunden Text auswendig können und die Rollen glaubhaft, sehr gut verständlich und mit Leidenschaft spielen. Die Vorlage den S. hysterisch und schrill zu spielen, hat mich auch etwas genervt, obwohl ich den Darsteller in seiner Aufgeregtheit ab dem 2. Akt schon wieder süß fand und ins Herz schließen konnte. Die homoerotischen Anspielungen hätte man meiner Meinung nach weglassen können, weil sie irgendwie komisch wirken, wenn mindestens 10 Jahre ältere Erwachsene die Jugendlichen Teens/Kinder spielen.


    Auch empfand ich, dass die Darstellerin von HPs Frau aussah, wie seine Mutter. Schlecht gecastet. Bitte um Entschuldigung, aber in der 1. Reihe fallen einem solche Details auf.


    Man kann die Musik bei amazon prime streamen, beim ersten Song sind keine irischen Elemente, selbst der ist in der Erinnerung wohl schon gleich danach, entfallen. Musikalisch belanglos, als Soundesign toll! Tony Award für bestes Sounddesign. Musik-Nominierungen für Plays gibt es bei den Tony nicht. Und in London gabs auch keinen Preis für die „Musik“, sondern für das Design des Sounds.


    Wir sassen ja in der ersten Reihe und auch von so nah dran waren die wenigsten Tricks erkennbar. Man konnte sich aber viel denken.

    Die Dementoren hängen hier fast über einem. Am meisten beeindruckt haben mich die Verwandlungen und die Tauchszene. Und der Kampf auf dem Zug – ganz grossartig gemacht und umgesetzt!

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