Zukunftspläne Stage Entertainment

  • Gerade weil sich ja nun auch so viele geimpfte infizieren, ist doch Abstand und Maske nicht das schlechteste.

    Oder hab ich da was ned verstanden. Besser so als ZU.

  • Doch, hast du richtig verstanden. Also Das mit geimpft und infizieren. Ist natürlich eine persönliche Risikoabwägung. Aber im Moment rauscht es bei uns eh durch, somit wird sich sowieso fast Jeder/Jede infiszieren. Wenn ich also deswegen Angst hätte, schätze ich die psychischhen Schäden dadurch für mich als gravierender ein als die Gefahr des Virus, gegen Den ich mich ja geimpft habe und somit mit grössster Warscheinlichkeit einen schweren Verlauf verhindere.


    Ich bewege mich als Geboosteter tagtäglich beruflich und privat vorwiegend in der Gastronomie, wo sehr viele Leute ohne Maske sitzen. Ging bisher gut. Vielleicht hatte ich Corona, vielleicht nicht, wer weiss. Mittlerweil sehe ich Omikron als gute Variante zum "Durchseuchen". Für mich sehe ich das Risiko eines schweren Verlaufes im Moment nicht grösser als bei einer Grippe. Oder wenn ich mich, was ich auch täglich mache, in den Strassenverkehr begebe.


    Auch wen ich Einige damit vor den Kopf stosse, ich persönlich freue mich auf volle, maskenlose Theater. So etwas wie beim Schuh desc Manitu in München muss ich echt nicht haben und vergrault mir jegliches Vergnügen am Musical. Was übrigens selbst das Theater auf der HP so darstellte.

  • Wenn ich also deswegen Angst hätte, schätze ich die psychischhen Schäden dadurch für mich als gravierender ein als die Gefahr des Virus

    Normalerweise will ich hier im Forum keine reinen Corona-Kommentare schreiben, aber:

    Es regt mich auf, wenn Leute von "Angst" reden, als ob Leute wie zum Beispiel ich zähneklappernd mit heruntergekauten Fingernägeln in der Ecke säßen. Wenn ich in einem Auto fahre, lege ich einen Sicherheitsgurt an, und wenn ich als Fußgänger über den Zebrastreifen gehe, schaue ich, ob sich ein Auto nähert - das heißt nicht, dass ich Angst hätte, mich in Autos zu setzen oder Zebrastreifen zu benutzen. Erst recht nicht, dass ich "in Angst lebe!!!" und ein psychisches Wrack wäre, weil ich den ganzen Tag daran denke, dass mir ein Verkehrsunfall passieren könnte.

    Dasselbe gilt für Corona.

    Und egal wie hochansteckend die Omikron-Variante ist und ob "sowieso jeder sich infizieren wird", ich setze halt meine Prioritäten, genauso wie wenn ich ungern mitten in einer normalen Erkältungssaison öfter in vollbesetzte Theater gehe als nötig, weil mir der Spaß keine Erkältung wert ist. Erkältungen sind lästig, die möchte ich vermeiden. Ebenso wie Corona.

    Der Aufwand, den ich dafür betreibe, ist nämlich minimal. Ich bin nicht auf ständige Theaterbesuche angewiesen, und es überanstrengt mich nicht, mal einen Schritt zur Seite zu machen, um Abstand zu entgegenkommenden Passanten zu halten, für den Fall, dass sie mir ins Gesicht husten möchten (ja, das passiert, gar nicht so selten).

    Und ja, ich bin selbstverständlich geboostert, deswegen bilde ich mir aber nicht ein, symptomfrei und ohne Long Covid davonzukommen, wenn ich mich infiziere.

    Danke.


    Übrigens, ja, man konnte sich vor Corona in Theatern erkälten. Es regt mich auch auf, wenn die lieben systemrelevanten Theaterschaffenden das für unmöglich halten.

  • Danke Bilberry! Ich denke, was hier übersehen wird, ist, dass viele im Moment nur dahin gehen, wo sie wirklich hinwollen. Die Eiskönigin ist voll, dito Titanic in Pforzheim, um zwei Beispiele zu nennen. Aber man fährt halt nicht irgendwo hin, wo es einem im Moment nicht so wichtig ist, weil man es nicht weiß, ob es überhaupt stattfindet. Das ist schlicht auch eine Geldfrage. Ich glaube, das wird hier gerne übersehen.

  • Das ist auch ein wichtiger Punkt, das geht ja auch in die Richtung, dass man aktuell eher lokal plant derzeit. So mache ich es ja auch, habe vor allem ab März wieder diverse Termine, die aber alle mit dem Auto ohne Übernachtung stattfinden können. Und wenn sie dann (erneut) verschoben werden, dann ist es halt so. Ich habe auch keine Angst ins Theater zu gehen, freue mich auf die Rusalka-Premiere morgen Abend, nachdem ich davon letztes Jahr nur den Stream gesehen habe. Für die Stage die auf Touristen setzt, ist das natürlich ein Problem. Und das unabhängig davon ob nun im Theater eine Maskenpflicht besteht oder nicht.

  • Ich habe in den letzten Tagen und Wochen Vorstellungen im Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Karlsruhe und Staatstheater Mainz besucht. Die Auslastungen waren jeweils gut bis sehr gut.

    Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass verängstigte Menschen im Auditorium sitzen.

    Im Gegenteil würde ich sagen. Die Stimmung ist entspannt und man freut sich, dass Theater möglich ist.

    Außerdem muss ich die Theater sehr dafür loben, wie gründlich und korrekt kontrolliert wird.

    In Gastronomie und ÖPNV wird das leider weniger genau genommen.

  • Ich habe in den letzten Tagen und Wochen Vorstellungen im Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Karlsruhe und Staatstheater Mainz besucht. Die Auslastungen waren jeweils gut bis sehr gut. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass verängstigte Menschen im Auditorium sitzen. Im Gegenteil würde ich sagen. Die Stimmung ist entspannt und man freut sich, dass Theater möglich ist.

    Es ist ja schön, dass es in EInzelfällen und subjektiv gefühlt, die faktisch vorhandene Problematik dramatisch rückgehender Zuschauerzahlen in Theatern nicht gibt.

    Aber schönreden wird nicht helfen, Lösungswege für das Problem zu finden.


    Theatermacher in Norddeutschland sind jedenfalls nicht so frohgestimmt, wie die Kollegen in Mannheim, Karlsruhe und Mainz:


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    Doch auch dort, wo die Theater noch spielen, stellt sich angesichts weniger Zuschauer die Sinnfrage. Ins Deutsche Theater Göttingen kommen derzeit im Schnitt weniger als 200 Gäste in eine Vorstellung. Auch am Schlosstheater in Celle ist die Besucherzahl zurückgegangen. Der freie Kartenverkauf sei am Boden, heißt es gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Hintergrund der zurückgehenden Besucherzahlen ist offenbar die Angst des Publikums vor der Coronavirus-Variante Omikron. Die Theatermacher finden in diesem Zusammenhang aber auch die Botschaften, die Politik und Regierung senden, wenig hilfreich. "Überall wird publik gemacht: Reduzieren Sie die Kontakte. Die Leute reduzieren die Kontakte und buchen viel weniger bis gar keine Theaterkarten", sagt Inken Rahardt vom Opernloft im Alten Fährterminal Altona. "Auch bei uns ist die Lage jetzt dramatisch. Es fühlt sich an wie ein Lockdown, es wird aber nicht Lockdown genannt." Derzeit werde nicht mal eine Handvoll Karten verkauft.""""""""""""""""""""""""""""""""""


    Corona: Theater-Spielbetrieb unter starken Einschränkungen
    Die Theater in Mecklenburg-Vorpommern haben den Spielbetrieb komplett eingestellt. In den anderen Bundesländern spielen die meisten Häuser noch, doch bei fast…
    www.ndr.de

  • Wir waren gestern in Harry Potter und das Theater war bis auf wenige Plätze fast ausverkauft. Es scheint also doch so zu sein, dass sich die Leute eher überlegen, wohin sie gehen, als dass garnicht gegangen wird.

  • Wir waren gestern in Harry Potter und das Theater war bis auf wenige Plätze fast ausverkauft. Es scheint also doch so zu sein, dass sich die Leute eher überlegen, wohin sie gehen, als dass garnicht gegangen wird.

    Eine Ausnahme und kein Wunder. Denn es war der 4. Anlauf der Premiere, die ursprünglich im März 2020 stattfinden sollte. Da dürften einige Zigtausende Gutscheineinlösungen zusammenkommen, die sich jetzt in den ersten Spielmonaten sammeln. Wenn es denn endlich läuft will man auch schnell hin mit dem Gutschein, bevor es wieder abgesagt wird. Im November 2021 wurde dementsprechend ein Rekord-Kartenvorverkauf von 300.000 Tickets verkündet:

    Premiere in Hamburg: „Corona kann Harry Potter nicht zerstören“
    Karten-Rekorde und eine kribbelnde Narbe: Produzent Maik Klokow und Hauptdarsteller Markus Schöttl kurz vor der "Harry Potter"-Premiere Mehr!-Theater in…
    www.abendblatt.de


    Also völlig normal, dass es bei Harry Potter als Ausnahme derzeit(!) voll ist. Entscheidend wird aber der jetzige, heutige Ticketverkauf ohne Gutschein sein und dementsprechend die Auslastungen der Vorstellungen ab Frühjahr 22.


  • Das stimmt sicher, aber wenn die Leute so viel Angst vor Corona haben, würden sie ja nicht jetzt sondern im Frühjahr, Sommer ins Theater gehen.

    Ich denke, die Menschen, die ihre Tickets schon lange gekauft haben und den Besuch mehrfach verschieben mussten, wollen eben jetzt endlich die Tickets einlösen, nicht länger warten.


    Wenn man diesen "Zeit"-Artikel vom 6.März 2020 mit dem obigen vom November 2021 vergleicht, dann fällt auf, dass die 300.000 verkauften Tickets bereits im März 2020 verkauft waren:

    """""""""

    ZEIT ONLINE: Einen Monat vor der Premiere hatten Sie schon 250.000 Tickets verkauft, wenige Tage vor der Premiere sind es schon 300.000.

    """""""

    Zitat von Seite 2 des Artikels aus 2020:

    Maik Klokow: "Die Bühne hat einen Reiz, den kein anderes Medium ausüben kann" | ZEIT ONLINE


    Also kann man daraus schließen, dass seit März 2020 bis November 2021 nahezu keine zusätzlichen Tickets gebucht wurden und die Zuschauer, die jetzt in den Vorstellungen sitzen, jene 300000 sind, die schon 2 Jahre die Karten haben. Die haben ja schon bezahlt und wollen jetzt endlioch die Show sehen, bevor sie wieder zu macht, das Geld womöglich futsch ist....


    Diese Seitenanmerkungen jenseits des Themas eigentlich nur, um zu verdeutlichen, dass Harry Potter ein Einzelfall ist und schwer vergleichbar mit den Ticketverkäufen der Stage. Die schwierige Zukunftsaussichten hat, angesichts der Lage. (Wieder beim Thema)

  • Soeben kam die Nachricht das der Ku’damm verlängert wird bis Ende September

    Na das sind doch mal gute Nachrichten zum Dienstag


    Man kann nur hoffen das dass Haus noch länger von der Stage bespielt wird.

  • Ich befürchte eher das man nichts mehr gefunden hat bis zum Ende des Mietvertrages was man spielen kann, oder - zumal ja KU'DAMM ja keine Stage Show ist.

  • Zu befürchten mit mindestens 90% Wahrscheinlichkeit ist:


    Die Stage wird das Theater des Westens im Herbst aufgeben (müssen).


    Es wird im Konzern eingespart werden müssen, angesichts der derzeitigen Verluste durch Produktionsausfall, Zuschauerrückgang und dem absehbaren "Hamilton"-Desaster.


    Wenn man sich die Spielplan-Auslastungen für diese Fehl-Investition "Hamilton" anschaut: Keine Rangfreigabe, offenbar wenig Interesse. Der Hype aus New York oder London, wird sich hier nicht entflammen lassen. Die Geschichte wird weniger Menschen interessieren als "Kinky Boots", der szenischen Umsetzung fehlt das "Spektakel" für ein großes Publikum. Die künstlerische Aspekte der Show wird hier (außer bei den Kritiken) nicht die Wertschätzung erhalten, die ihm gebührt. Ein junges, neues, multikulturelles Publikum wird in der Masse das Geld für die Tickets nicht aufbringen. Es gibt oder wenig Fan-Identifikationspotential im Stück. Mit welcher Figur im Stück will/kann sich der "Normalo"-Zuschauer identifizieren?


    Irgendwann wird ein megateurer Werbeaufwand starten (bisher nicht zu sehen), der wird trotzdem wenig bringen (fürchte ich), weil die Präsentation des Stücks über Bilder keine Sehnsüchte weckt. Er scheint bildlich fad.


    Ich persönlich würde "Hamilton" eine zweite deutschsprachige Chance geben. Obwohl mich die Show in new York nicht überzeugt (gar gelangweilt) hat und ich die Show-Aufzeichnung unlängst im Urlaub nach einer halben Stunde im PayTV abgeschaltet habe. Dafür kam dann "Miss Saigon", das habe ich buis 04:00 morgens bis zum Schluss geschaut :)

  • Ich denke auch, dass das Theater des Westens aufgegeben wird, da es sich nicht lohnt, dies zu betreiben, zumal ja auch Miete zu bezahlen ist. Ich denke auch nicht, dass sich über kurz oder lang ein neuer dauerhafter Mieter dafür findet, da die Umstände alles andere als einfach sind, das Theater zu betreiben.

    Ich denke aussserdem , die Stage wird sich auf die Theater konzentrieren, die sich in ihrem Besitz befinden (wenn nicht alle nur angemietet sind - weiss das jemand?). Ohne Miete ist schonmal ein großer Betriebskostenblock weg.

    Wahrscheinlich wird man auch in Zukunft ("nach" Corona) Häuser mit 1800 - 2000 Plätzen nur schwer voll bekommen, wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen, sich aber für den dauerhaften Betrieb mit 700 - 1200 Zuschauern abfinden müssen. Ich könnte mir aber vorstellen, bei Häusern, die sich im Besitz befinden, macht das weniger aus, als bei angemieteten Häusern.


    Sooo schlecht sieht doch der VVK für Hamilton gar nicht aus (weiss aber nicht ob die belegten Plätze alle verkauft sind, oder Kontingente geblockt.

    Ich hoffe ausserdem, dass sich die Gesamtsituation im September weiter gebessert hat.

    Aber du hast immer schon geahnt, dass ihre Sicherheit ein großer Schwindel war

    Es war alles gelogen, was man dir versprach, jeder hat dich betrogen, wenn er dich bestach!

  • Ich halte es für nicht ganz unwahrscheinlich, dass Corona für die SE eine Entwicklung nur beschleunigt hat, die früher oder etwas später sowieso unausweichlich gewesen wäre.

  • Ich halte es für nicht ganz unwahrscheinlich, dass Corona für die SE eine Entwicklung nur beschleunigt hat, die früher oder etwas später sowieso unausweichlich gewesen wäre.

    Yep - Corona ist ein Brandbeschleuniger für alle Theater in Deutschland - waren schon vor der Pandemie nicht mal mehr 49 Prozent der Deutschen in einem Theater wird das nach der Pandemie noch mal erschreckend weniger werden - vor allem die Abo-Stammgäste (in der Mehrheit 60 Plus) werden nicht mehr zurückkehren....

    Sprich: der Umbruch in der deutschen Theaterlandschaft wird enorm sein - vor allem weil die eigentlich Geld brauchen aber der Staat hat es nicht mehr - sprich: Die positivere Entwicklung mit "nur" noch 30 "MY FAIR LADY"-Produktionen pro Jahr bei Staatstheatern könnte sich auf 80 plus X "MY FAIR LADY"-Produktionen erhöhen und leider nur noch wenig Neues

    Intelligent wäre es daher von den Intendanten nach der Krise konsequent aufs Musical zu setzen und die Oper runterzufahren...

    Das wäre dann eine große Konkurrenz zur STAGE wenn es massige neue Musicalproduktionen gäbe

    Glaube aber nicht daran - denke eher sie kehren zu "MY FAIR LADY" zurück - und damit ist die Sucht nach Musicals so gross, dass die STAGE im Enddeffekt davon wieder profitieren wird....

  • Die positivere Entwicklung mit "nur" noch 30 "MY FAIR LADY"-Produktionen pro Jahr bei Staatstheatern könnte sich auf 80 plus X "MY FAIR LADY"-Produktionen erhöhen und leider nur noch wenig Neues

    Intelligent wäre es daher von den Intendanten nach der Krise konsequent aufs Musical zu setzen und die Oper runterzufahren...

    Das wäre dann eine große Konkurrenz zur STAGE wenn es massige neue Musicalproduktionen gäbe

    Glaube aber nicht daran - denke eher sie kehren zu "MY FAIR LADY" zurück - und damit ist die Sucht nach Musicals so gross, dass die STAGE im Enddeffekt davon wieder profitieren wird....

    Naja, da es ja nicht mehr als 80 "My Fair Lady"-Produktionen geben wird, fällt natürlich auch der "Nutzen" für die Stage weg und man profitiert da von gar nichts. Im Gegenteil. Die Leute werden zunehmend mehr von teuren Tickets für mittelmäßige Produktionen abgeschreckt und überlegen sich das dreimal.

  • Naja, da es ja nicht mehr als 80 "My Fair Lady"-Produktionen geben wird, fällt natürlich auch der "Nutzen" für die Stage weg und man profitiert da von gar nichts. Im Gegenteil. Die Leute werden zunehmend mehr von teuren Tickets für mittelmäßige Produktionen abgeschreckt und überlegen sich das dreimal.

    Der "Nutzen" liegt daran, dass wenn überhaupt die Leute noch ins Theater gehen dann zu einer "besonderen" Produktion und das sind nunmal die STAGE Shows - wenn man sieht wie prachtvoll mal wieder die neue "EISKÖNIGIN"-Produktion sowohl im Bereich Bühne als auch Kostüme gelungen ist - Chapeu - da waren die Leute frenetisch begeistert - mit ner ollen "MY FAIR LADY" lockt man da keinen mehr vom Ofen hervor - so war es gemeint.....

  • Der "Nutzen" liegt daran, dass wenn überhaupt die Leute noch ins Theater gehen dann zu einer "besonderen" Produktion und das sind nunmal die STAGE Shows

    Das ist sicherlich eine Ansichtssache und so ganz glaube ich das auch in der Form nicht. Sicherlich werde es fast alle Theater in der nächsten Zeit nicht leicht haben, aber ein überwiegender Großteil der Zuschauer wird auch weiterhin auf die Stadt- und Staatstheater sowie die vielen kleineren privaten Bühnen entfallen. Wenn man dann noch alle Tourneeproduktionen dazu nimmt egal ob große Tour oder die vielen Inthega-Städte, dann gehen die Leute sicherlich eben nicht überwiegend in Stage-Shows. Dieses dämliche gegeneinander stellen war schon unter "maxim" recht anstrengen, ich hoffe, dass wir da nicht wieder hinkommen.

  • Sicherlich werde es fast alle Theater in der nächsten Zeit nicht leicht haben, aber ein überwiegender Großteil der Zuschauer wird auch weiterhin auf die Stadt- und Staatstheater sowie die vielen kleineren privaten Bühnen entfallen.

    Was schreibst du da ?

    Der überwiegende Großteil der Musical-Besucher besucht Stage-Musicals!


    Knapp 1,5 Mio Zuschauer besuchten bis 2019 Musicals in deutschen Theatern, wobei die Statistik NICHT die Stage-Produktionen beinhaltet, sondern Stattheater, Tourneen und den Starlight Express

    Musicals: Besucheranzahl in Deutschland bis 2019 | Statista
    Die Statistik zeigt die Anzahl der Besucher von Musicals in deutschen Theatern in den Spielzeiten von 2008/09 bis 2018/19.
    de.statista.com


    Das beliebteste Musicals unter diesen Shows ist der Starlight Express (Ersichtlich aus der Statistik: Stage Produktionen sind nicht mitgerechnet)

    Musicals: Meiste Besucher in Deutschland 2019/20 | Statista
    Die Statistik bildet die Musicals mit den meisten Zuschauern in Deutschland in der Spielzeit 2019/20 ab.
    de.statista.com


    Die Zahlen der Stage sind schwerer zu erfahren:


    4 Mio Zuschauer besuchen im Jahresschnitt eine Stage Show

    (zum Vergleich: 1,5 Mio pro Jahr sonstige Musicals, 4 Mio pro Jahr Stage)


    13 Mio Zuschauer haben in 20 Jahren den König der Löwen gesehen, das sind 650.000 pro Jahr - keine einzige sonstige Produktion kommt da ran (zum Vergleich "My Fair Lady" 2019: 72.000 Zuschauer, Starlight Express 2019: 312.000 Zuschauer)


    Die Stage hat einen Marktanteil von 2/3 im deutschen Musicalmarkt - die Mehrheit.

    Zu den beliebtesten = am meisten gesehenen Musicalproduktionen in Deutschland gehören Tanz der Vampire und Mamma Mia - beide Shows in Deutschland von der Stage produziert.


    Also zusammengefasst die Fakten:

    der überwiegende Großteil der Musicalbesucher schaut Stage-Musicals.

    Eine Minderheit geht zu My Fair Lady im Stadtheater, oft auch, weil es an Stage-Produktionen in der Region mangelt und eine Reise unbequem und teuer ist..

  • Die Frage ist doch, ob sich mit einer Konzentration der SE auf zwei Standorte die Zuschauerzahlen mindestens halten lassen oder nicht. Das hängt natürlich auch ganz eng mit den alternativen Angeboten der Häuser vor Ort zusammen. Nicht alle Theater setzen da auf MFL. Ich brauche z.B. nach Hamburg zwei Stunden Fahrzeit. In der Zeit bin ich auch in Magdeburg oder Leipzig, also stellt sich im Sommer eher die Frage Rebecca oder SE und nicht MFL oder SE.

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