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Zukunftspläne Stage Entertainment

  • MyMusical
  • 10. August 2021 um 14:20

  • mrmusical_official
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    • 22. Dezember 2025 um 20:46
    • #2.601
    Zitat von Theaterfuerst

    die 99 Euro zahltst in Wien gerade im RONACHER in der letzten Reihe.....am Samstag sogar in der allerletzten Reihe im 2. Rang - 129 Euro - da sind also die Stage Preise im ganzen neuen Licht zu sehen.......

    Ja, auch da bin ich entsetzt und gehe lieber 2mal auf 25€ Plätzen als das zu unterstützen - die haben ein Rad ab. Teilweise 190€ für ein Ticket bei MT. Und die bekommen massig Subventionen.

  • Samira
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    • 23. Dezember 2025 um 22:45
    • #2.602
    Zitat von MyShot

    Ich glaube aber auch nicht, dass Paddington in Deutschland länger laufen würde. In England ist der Bär absoluter Kult, aber hier kennt man ihn weit weniger.

    Ach, in Deutschland kennt man Paddington weniger? Es gab drei sehr erfolgreiche Paddington-Kinofilme, der dritte lief erst dieses Jahr. Der erste Film aus dem Jahr 2014 erreichte hierzulande rund 1,6 Millionen Kinobesucher, der zweite war ähnlich erfolgreich und der dritte belegte zum Kinostart sofort Platz 1 der deutschen Kinocharts. Im weiteren Verlauf entwickelte er sich zu einem der meistgesehenen Filme des Jahres 2025 in Deutschland mit rund 1,7 Millionen Besuchern. Dieser Bär ist hier vielleicht nicht so eine Kultfigur wie in UK, aber auf jeden Fall auch sehr bekannt und äußerst beliebt - und was die Menschen im Kino liebten, dafür geben sie auch als Musical eher Geld aus als für unbekannte Shows.

  • InLoveWithMusicals
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    • 23. Dezember 2025 um 22:56
    • #2.603
    Zitat von Samira

    Ach, in Deutschland kennt man Paddington weniger? Es gab drei sehr erfolgreiche Paddington-Kinofilme, der dritte lief erst dieses Jahr. Der erste Film aus dem Jahr 2014 erreichte hierzulande rund 1,6 Millionen Kinobesucher, der zweite war ähnlich erfolgreich und der dritte belegte zum Kinostart sofort Platz 1 der deutschen Kinocharts. Im weiteren Verlauf entwickelte er sich zu einem der meistgesehenen Filme des Jahres 2025 in Deutschland mit rund 1,7 Millionen Besuchern. Dieser Bär ist hier vielleicht nicht so eine Kultfigur wie in UK, aber auf jeden Fall auch sehr bekannt und äußerst beliebt - und was die Menschen im Kino liebten, dafür geben sie auch als Musical eher Geld aus als für unbekannte Shows.

    Nach dieser Logik müsste dann ja "Der Schuh des Manitu" mit 11,5 Millionen Kinobesuchern noch immer erfolgreich laufen.

  • kevin
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    • 23. Dezember 2025 um 23:30
    • #2.604

    Kinderfilme sind in Deutschland beliebt und werden immer erfolgreicher. Aber ein Großteil der Kids kauft wohl eher keine hochpreisigen Theatertickets.

  • Fiyero
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    • 23. Dezember 2025 um 23:43
    • #2.605

    Familienshows laufen insgesamt ja doch besser, da man halt doch automatisch mehr Tickets verkauft, siehe Stex oder Lion King. Da ist die Zielgruppe erstmal größer, ob sich dann aber jemand die Tickets leisten kann oder will ist natürlich ein anderes Thema.

    Könnte mir Paddington schon gut vorstellen, wenn die Show einen gewissen Hype kreieren kann.

  • InLoveWithMusicals
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    • 25. Dezember 2025 um 11:37
    • #2.606

    Man denkt wohl über Tintenherz nach ...

  • cellophan
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    • 25. Dezember 2025 um 17:52
    • #2.607

    Das klingt interessant

  • MyMusical
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    • 25. Dezember 2025 um 18:19
    • #2.608
    Zitat von cellophan

    Das klingt interessant

    Finde ich auch, nur gefühlte 10 Jahre zu spät. Aber schauen wir da mal, wenns gut läuft hat man weitere Stücke in der Hinterhand. :)

  • Fiyero
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    • 25. Dezember 2025 um 21:55
    • #2.609

    Also als Schauspiel gibt es das ja schon...

    Finde es gefühlt auch schon zu spät.

  • MyMusical
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    • 25. Dezember 2025 um 22:12
    • #2.610
    Zitat von Fiyero

    Also als Schauspiel gibt es das ja schon...

    Finde es gefühlt auch schon zu spät.

    Auch als Musical im Jungen Theater Bonn seit mehrern Jahren.

  • Samira
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    • 26. Dezember 2025 um 00:35
    • #2.611
    Zitat von InLoveWithMusicals

    Nach dieser Logik müsste dann ja "Der Schuh des Manitu" mit 11,5 Millionen Kinobesuchern noch immer erfolgreich laufen.

    Hör doch bitte auf, mir die Worte im Munde zu verdrehen. Es ging nicht um "erfolgreich laufen", sondern darum, dass hier geäußert wurde, dass "hierzulande" angeblich nur wenige Leute den Bären Paddington kennen würden. Und bei drei erfolgreichen Kinofilmen ist das eben nicht der Fall.

  • InLoveWithMusicals
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    • 26. Dezember 2025 um 10:07
    • #2.612
    Zitat von Samira

    Hör doch bitte auf, mir die Worte im Munde zu verdrehen. Es ging nicht um "erfolgreich laufen", sondern darum, dass hier geäußert wurde, dass "hierzulande" angeblich nur wenige Leute den Bären Paddington kennen würden. Und bei drei erfolgreichen Kinofilmen ist das eben nicht der Fall.

    Und wie erklärst du dir dann diesen Satz in deinem Post?

    "und was die Menschen im Kino liebten, dafür geben sie auch als Musical eher Geld aus als für unbekannte Shows."

    Bevor du Leute beschuldigst, dir die Worte im Mund zu verdrehen, solltest du doch besser selber mal lesen, was du schreibst!
    Bitte, gern geschehen!

  • MyMusical
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    • 26. Dezember 2025 um 11:30
    • #2.613
    Zitat von InLoveWithMusicals

    Und wie erklärst du dir dann diesen Satz in deinem Post?

    "und was die Menschen im Kino liebten, dafür geben sie auch als Musical eher Geld aus als für unbekannte Shows."

    Bevor du Leute beschuldigst, dir die Worte im Mund zu verdrehen, solltest du doch besser selber mal lesen, was du schreibst!
    Bitte, gern geschehen!

    Bitte, es ist Weihnachten!!!!!

  • InLoveWithMusicals
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    • 26. Dezember 2025 um 11:37
    • #2.614
    Zitat von MyMusical

    Bitte, es ist Weihnachten!!!!!

    Achso, wir sollen ja bis nach Weihachten warten :D:D

  • MyShot
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    • 26. Dezember 2025 um 12:22
    • #2.615

    Ich verstehe wirklich nicht, warum in diesem Forum immer so ein aggressiver Ton herrschen muss, sobald andere Menschen mal widersprechen.

    Ich habe nur gesagt, dass Paddington in Deutschland nicht den gleichen Status hat wie in Großbritannien, auch wenn die FIlme hier relativ (!) erfolgreich waren. "Der Zauberer von Oz" war in Deutschland auch über Jahrzehnte bekannt, die Filmversion von "Wicked" ist auch hier hervorragend gelaufen, trotzdem war die Bühnenversion von "Wicked" nie ein echter Hit (schon gar nicht im Vergleich zu USA/UK).

    Auch andere Adaptationen von großen Filmerfolgen wie "Pretty Woman", "Anastasia" oder die ganzen deutschen Werke ("Das Wunder von Bern", "Fack ju Goethe", "Der Schuh des Manitu") waren keine großen Knüller.

    Könnte Paddington als Musical ein Erfolg in Deutschland werden? Möglicherweise, aber dann, weil es individuell wirklich GUT ist und nicht weil die Filme halbwegs erfolgreich waren. Paddington an sich würde m.E, jedenfalls nicht ausreichen, um das Stück zu einem Selbstläufer zu machen.

    Ich bin persönlich der Ansicht, dass sich das Konzept des "Long-Run-Musicals" ganz einfach überlebt hat. Kaum noch jemand reist mit Übernachtung speziell für Musicals in die Städte. Wenn überhaupt, funktioniert es nur noch mit aufwändigem Bühnenspektakel wie Moulin Rouge oder Back to the Future, die man eben nicht mal einfach so auf Tournee schicken kann (zumindest nicht, ohne Abstriche zu machen).

    Deswegen ist es meiner Meinung nach eben auch müßig immer wieder zu grübeln "Könnte XY für Deutschland was sein?" nur um das veraltete Modell von Stage Entertainment am Laufen zu halten. Da bin ich viel gespannter darauf, was noch so in kleinerem Rahmen nach Deutschland kommen kann und wird, jetzt wo mit ATG, ShowSlot und Semmel immer mehr Konkurrenz das Geschäft belebt und immer mehr Stadttheater-Kooperationen dafür sorgen, dass Stücke nicht immer nur in einem einzigen Winkel des Landes zu sehen sind (z.B. die DSE von "Tootsie", die von München nach Bonn ging).

    Eine DSE von beispielsweise The Outsiders oder Maybe Happy Ending fände ich 100x spannender als The Devil Wears Prada, nur weil das möglicherweise "groß" genug für Stage ist.

  • mrmusical_official
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    • 26. Dezember 2025 um 12:36
    • #2.616

    Ich denke der Trend geht ja eh mehr in kürzere Laufzeiten von zunächst mal 1 Spielzeit und ggf. einer weiteren an einem Standort. Nur ganz wenige Shows schaffen es ja auch am Westend und am Broadway länger Fuß zu fassen. Zudem kommen immer mehr an sich gut produzierte Touren dazu. Der Markt ist übersättigt und wenn dann noch die Location unpassend ist, wird das viele abschrecken teures Geld auszugeben um dann ebenerdig in einer Messehalle zu sitzen und einen miserablen Sound/Sicht zu haben.

    Viele der neuen Stücke sind sicher nett anzusehen und für das regionale Einzugsgebiet auch ein paar Monate anziehend, aber bei der wirtschaftlichen Lage viele ist es Luxus geworden und man wägt ab. 4 Musicalkarten mit Anreise und Hotel oder eine Woche Urlaub mit der ganzen Familie.

  • Theaterfuerst
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    • 26. Dezember 2025 um 12:40
    • #2.617

    Zumindest für Hamburg und Stuttgart gilt das aber nicht - hier kommen mehr als 2 Millionen Übernachtungsgäste pro Jahr in die Stadt um sich ein oder mehrere Musicals anzusehen - die Zahlen steigen auch jährlich je nachdem welche Shows gezeigt werden - aber ein Rückgang des Musical-Tourismus ist hier nicht zu sehen ganz im Gegenteil - es wird jedes Jahr mehr und die Hotels und die Gastro-Szene leben davon - deswegen gibt der Wirtschaftssenator nun auch jährlich extra einen Bericht heraus wie Hamburg wirtschaftlich von Musical-Touristen profitiert - das würden sie nicht machen wenn es Rückgänge im Geschäft geben würde.....

  • Theaterfuerst
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    • 26. Dezember 2025 um 12:47
    • #2.618
    Zitat von Once234

    Spannend, dass Gergen in seiner Zeit in Salzburg dennoch z.B. Der Besuch der alten Dame, Love Never Dies oder auch Don Camillo bei den VBW inszenieren konnte..;-)

    Selbst in Mörbisch hat er Regie geführt und in vielen anderen Theatern auch. Aber klar, du wirst es schon wissen.

    Interessant nur, dass er und sein Mann in Paris waren und Roman Polanksi getroffen haben... warum wohl? :/ - Ach, sind sicher nur gute alte Freunde und wollten ein Glas Wein trinken. :)

    Na da wird der Andreas seinen Mann begleitet haben zum Kaffee-Klatsch - denn in der aktuellen Musical Today steht schwarz auf weiss auf die Frage:

    Bis dato hast du über 100 Musicals, Opern, Operetten inszeniert und zählst zu den gefragtesten Regisseuren im deutschsprachigen Raum. Fährst Du deine Arbeit als Gastregisseur mit der neuen Rolle als Vollzeit-Intendant jetzt erstmal deutlich zurück?

    Besonders in den ersten Jahren als Künstlerischer Leiter möchte ich wirklich ganz für mein Haus zur Verfügung stehen. Ich habe deshalb diverse Angebote abgelehnt bzw. auf Kolleg/innen umgeleitet. Ich denke das Thema momentan von der anderen Seite aus. Einiges aus meinem großen "Pool" an eigenen Arbeiten würde ich gerne in Zukunft zu uns nach Baden holen. Los gehts direkt in der ersten Spielzeit mit der "The Sound of Music-Inszenierung die 2011 für das Salzburger Landestheater entstand.

  • InLoveWithMusicals
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    • 26. Dezember 2025 um 19:27
    • #2.619
    Zitat von Theaterfuerst

    Na da wird der Andreas seinen Mann begleitet haben zum Kaffee-Klatsch - denn in der aktuellen Musical Today steht schwarz auf weiss auf die Frage:

    Bis dato hast du über 100 Musicals, Opern, Operetten inszeniert und zählst zu den gefragtesten Regisseuren im deutschsprachigen Raum. Fährst Du deine Arbeit als Gastregisseur mit der neuen Rolle als Vollzeit-Intendant jetzt erstmal deutlich zurück?

    Besonders in den ersten Jahren als Künstlerischer Leiter möchte ich wirklich ganz für mein Haus zur Verfügung stehen. Ich habe deshalb diverse Angebote abgelehnt bzw. auf Kolleg/innen umgeleitet. Ich denke das Thema momentan von der anderen Seite aus. Einiges aus meinem großen "Pool" an eigenen Arbeiten würde ich gerne in Zukunft zu uns nach Baden holen. Los gehts direkt in der ersten Spielzeit mit der "The Sound of Music-Inszenierung die 2011 für das Salzburger Landestheater entstand.

    vs

    Zitat

    wenn Andreas Gergen im Interview mit der Fachzeitschrift "Musical Today" wortwörtlich sagt, dass er in den nächsten Jahren keine Inszenierungen außerhalb Badens mehr machen wird weil seine Anwesenheit in Baden erforderlich ist so wie damals in Salzburg als er Operndirektor war

  • MyMusical
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    • 26. Dezember 2025 um 19:55
    • #2.620

    Ich musste vorhin auch schmunzeln, dass im Interview tatsächlich was anderes gesagt wurde als zuvor behauptet wurde und dabei so getan wurde, als würde das Zitat nun tatsächlich die zuvor getätigte Aussage belegen. ☺️

  • cellophan
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    • 26. Dezember 2025 um 19:56
    • #2.621
    Zitat von MyShot

    Auch andere Adaptationen von großen Filmerfolgen wie "Pretty Woman", "Anastasia" oder die ganzen deutschen Werke ("Das Wunder von Bern", "Fack ju Goethe", "Der Schuh des Manitu") waren keine großen Knüller.

    Ich glaube auch, dass ein bekannter Stoff helfen kann, aber nicht unbedingt muss. Es muss noch irgendeine Qualität dazu kommen, die daraus mehr macht als nur die gleiche Story auf die Bühne zu bringen. Gerade bei Stoffen, die nicht unbedingt nach Musical schreien. Viele Leute haben vermutlich schon die Erfahrung gemacht, dass 1:1 Umsetzungen nicht unbedingt interessant sind. Tiefpunkt für mich war Dirty Dancing wo aus meiner Sicht wirklich gar nichts innovatives dabei war.

    Wenn alles, was mich ins Stück treibt die Frage ist, wie sie das wohl machen und die Antwort nur ist, dass es zufriedenstellend gelöst wurde, dann wird mir einfach zu sehr bewusst, dass der Film das bessere Medium dafür war. Erst wenn was eigenständiges entsteht, wird es interessant und vermittelt auch, dass es seine eigene Berechtigung hat.

    Die Disney Stoffe nehme ich von der Theorie explizit aus, weil viele schon halbe oder ganze Musicals sind. Doch auch hier macht eine eigenständige Umsetzung (KdL) nochmal ganz viel aus. Totale Ausnahme ist für mich allerdings DSudB, denn da saß ich schon beim Zeichentrickfilm im Kino und dachte, dass das eigentlich auf eine Bühne gehört. Ein Gedanke, den ich bei Hercules übrigens nie hatte. Aber zugegeben auch nicht bei Tarzan. Der Erfolg von Tarzan on Stage ist aber irgendwie was deutsches. Sei als solches der Produktion auch gegönnt. Verstehen tu ich es trotzdem nicht, aber die Stage wird nicht dran zugrunde gehen, dass das halt nicht für mich ist. So gesehen sind alle glücklich.

  • MyShot
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    • 26. Dezember 2025 um 20:18
    • #2.622
    Zitat von cellophan

    Ich glaube auch, dass ein bekannter Stoff helfen kann, aber nicht unbedingt muss. Es muss noch irgendeine Qualität dazu kommen, die daraus mehr macht als nur die gleiche Story auf die Bühne zu bringen. Gerade bei Stoffen, die nicht unbedingt nach Musical schreien. Viele Leute haben vermutlich schon die Erfahrung gemacht, dass 1:1 Umsetzungen nicht unbedingt interessant sind. Tiefpunkt für mich war Dirty Dancing wo aus meiner Sicht wirklich gar nichts innovatives dabei war.

    Wenn alles, was mich ins Stück treibt die Frage ist, wie sie das wohl machen und die Antwort nur ist, dass es zufriedenstellend gelöst wurde, dann wird mir einfach zu sehr bewusst, dass der Film das bessere Medium dafür war. Erst wenn was eigenständiges entsteht, wird es interessant und vermittelt auch, dass es seine eigene Berechtigung hat.

    Die Disney Stoffe nehme ich von der Theorie explizit aus, weil viele schon halbe oder ganze Musicals sind. Doch auch hier macht eine eigenständige Umsetzung (KdL) nochmal ganz viel aus. Totale Ausnahme ist für mich allerdings DSudB, denn da saß ich schon beim Zeichentrickfilm im Kino und dachte, dass das eigentlich auf eine Bühne gehört. Ein Gedanke, den ich bei Hercules übrigens nie hatte. Aber zugegeben auch nicht bei Tarzan. Der Erfolg von Tarzan on Stage ist aber irgendwie was deutsches. Sei als solches der Produktion auch gegönnt. Verstehen tu ich es trotzdem nicht, aber die Stage wird nicht dran zugrunde gehen, dass das halt nicht für mich ist. So gesehen sind alle glücklich.

    Ja, genauso sehe ich das auch. Ich mag es nicht, wenn Stoffe 1:1 uninspiriert auf die Bühne geklatscht werden. Neben Dirty Dancing z.B. auch Pretty Woman oder Zurück in die Zukunft. Ich mag es, wenn Bühnenadaptionen neue Aspekte aufdecken, z.B. hat Groundhog Day vor allem den Nebenfiguren viel mehr Tiefe verliehen.

    Auch bei Disney gehe ich mit; bzw. generell bei Stoffen, die an sich schon Musical-artige Filme waren wie Burlesque oder Greatest Showman. Aber auch hier gilt für mich, man muss was Interessantes und Eigenständiges daraus machen.

    Ich glaube, das deutsche Publikum braucht vor allem irgendeinen “Wow“-Aufhänger, um mit Stücken glücklich zu sein, wahrscheinlich weil damals die Mega-Musicals wie Cats, Starlight und Phantom die ersten Begegnungen mit dem Genre waren. Neben Lion King ist Tarzan da halt das einzige Disney-Musical mit so einem Wow-Faktor, wenn die Affen da an ihren Bungee-Seilen über die Bühne und durch den Saal turnen, da spielt es für die meisten wohl keine Rolle, dass das Stück an sich eher Mittelmaß mit. Dass Moulin Rouge so gut läuft, liegt m. E. auch an diesem Wow-Faktor, alleine, wie der Saal transformiert wurde und das Stück dann gleich mit diesem riesigen knallbunten Opener anfängt. Darum glaube ich auch, dass Zurück in die Zukunft laufen wird, egal wie uninspiriert der Film abgekupfert wurde und wie langweilig die Musik ist, Hauptsache der DeLorean fetzt. Ist mir aber letztendlich auch egal/nicht unrecht, wenn Stage da womöglich diese Nische der “Materialschlachten“ besetzt, de eben nicht einfach auf Tournee gehen können.

    So, jetzt muss ich mir mal die Doku auf NDR angucken.

  • TazMA
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    • 26. Dezember 2025 um 21:34
    • #2.623

    Mir hat ja Back to the Future echt gut gefallen. Finde es eine gute Show. Da gibt es deutlich uninspiriertere Stücke.
    Bei Groundhog Day wundere ich mich das es keinen Fuß fast. Hier war ich unglaublich skeptisch und liebte die Show.

  • cellophan
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    • 26. Dezember 2025 um 21:39
    • #2.624
    Zitat von MyShot

    Ich glaube, das deutsche Publikum braucht vor allem irgendeinen “Wow“-Aufhänger, um mit Stücken glücklich zu sein, wahrscheinlich weil damals die Mega-Musicals wie Cats, Starlight und Phantom die ersten Begegnungen mit dem Genre waren.

    Ja, leider sehe ich das auch so. "Leider" weil das halt ein Klischee fördert, das viel kleiner ist als das Genre. Ein Wunder, dass Mama Mia funktioniert hat, aber da macht es wie bei IWNNINY dann die Musik.

    Zitat von MyShot

    wenn Stage da womöglich diese Nische der “Materialschlachten“ besetzt, de eben nicht einfach auf Tournee gehen können.

    Genau. Diese Ecke darf es ja auch geben.

    Problematisch ist nur, dass die aufgrund des Kostendrucks entweder aussterben oder immer teurer werden muss.

    Aber natürlich freue ich mich auch über eine WOW Produktion wenn alles andere auch passt.

    Kritisch sehe ich ein bisschen, wenn Leute sich bei Produktionen eine komplette 90er Replika wünschen und Ausschlag bekommen wenn irgendwo eine LED Wand im Spiel ist. Allein weil die da ist. Es ist 2025, es gibt neue Möglichkeiten und es kommt darauf an, was man damit macht und nicht ob man es macht.

    Das ist so wie die CGI Diskussion beim Film. Waren Modelleffekte in den 80ern glaubwürdiger als in den 2000ern? Naja teilweise und sie hatten einen anderen Charme. Waren sie glaubwürdiger als gut gemachtes CGI in 2025. Sicher nicht. Kommt halt darauf an, ob man sich darauf einlassen will.

    So ähnlich ist es im Theater auch.

    Ich habe noch keinen Aufschrei gehört weil alle jetzt LED Scheinwerfer nutzen und nicht mehr alte PAR Kannen mit Lsmpe und Filterfolie. Da schreit keiner, weil es die meisten gar nicht mitbekommen haben, dass sich was geändert hat. Man regt sich ja immer nur über Neues auf, das man direkt unterscheiden kann.

    PS: Im Winter vermisse ich die alten Lampen auf der Bühne weil sie schön warm waren auch in kalten Locations ^^

  • MyShot
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    • 26. Dezember 2025 um 22:14
    • #2.625
    Zitat von cellophan

    Ja, leider sehe ich das auch so. "Leider" weil das halt ein Klischee fördert, das viel kleiner ist als das Genre. Ein Wunder, dass Mama Mia funktioniert hat, aber da macht es wie bei IWNNINY dann die Musik.

    Ja, das ist mir gerade bei der NDR Doku aufgefallen, die ja eh mehr eine Stage Werbeveranstaltung war. Die meisten neueren Musicals, die da genannt wurden - Mamma mia, MJ, TIna, &Julia - sind alles Jukebox und streng genommen kann man die Disney Musicals auch dazu zählen, da die größten Hits immer schon aus den Filmen kamen. Die einzigen originalen Musicals, die ausführlicher lobend erwähnt wurden waren halt die "ollen Kamellen" wie Cats, Phantom und Elisabeth.

    Zitat von cellophan

    Kritisch sehe ich ein bisschen, wenn Leute sich bei Produktionen eine komplette 90er Replika wünschen und Ausschlag bekommen wenn irgendwo eine LED Wand im Spiel ist. Allein weil die da ist. Es ist 2025, es gibt neue Möglichkeiten und es kommt darauf an, was man damit macht und nicht ob man es macht.

    Ja, auch da bin ich ganz bei dir. Das finde ich so problematisch daran, dass Stücke wie Phantom und Les Miz seit mittlerweile 40 Jahren laufen und Stücke wie Lion King ja mittlerweile auch über 20 Jahre auf dem Buckel haben.

    Ich fände es toll, diese mal ganz neu mit den heutigen Möglichkeiten inszeniert zu sehen. Wobei WOW für mich halt auch nicht unbedingt fallende Kronleuchter und sowas bedeutet. Bei Moulin Rouge ist es z.B. schon die Umgestaltung des Saals, die ähnlich gefangen nimmt wie damals die Müllhalde von Cats, und die mitreißenden Kostüme/großen Tanzszenen.

    Naja, alles miteinander glaube ich dass sich Deutschland in den letzten Jahren positiv entwickelt hat - sollen Stage und ATG halt die "Materialschlachten" machen, wenn Showslot und Semmel die etwas kleineren Stücke auf Tournee schickt und die Stadttheater öfter mal so zusammenarbeiten, dass erfolgreiche Sachen in mehreren Ecken des Landes zu sehen sind.

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