Ein unendlich angelegter Dauerbetrieb von Elisabeth und vielleicht dann auch noch im regelmäßigen Wechsel mit Mozart und Rebecca und Tanz der Vampire klingt für mich eigentlich wie Horror. Ich liebe ja wirklich alle vier Stücke aber das macht sie dann irgendwie zur bedeutungslosen Dauereinrichtung. So eine Art Museumstour der vbw. Am schlimmsten dann noch mit Inszenierungen an denen man nie wieder was ändert. Natürlich ist es schade wenn die eigenen Lieblingsstücke irgendwann mal ein Ende finden. Aber Endlichkeit hat auch ihren Reiz. Und Neuproduktionen alle paar Jahre mal können zwar auch scheitern, lassen die Stücke aber lebendig bleiben und irgendwie relevant. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind es geht doch da irgendwie um dauerhafte Verfügbarkeit von etwas, das man mag. Nur wer von denen die das fordern, geht denn dann auch mindestens zweimal im Jahr in Stück? Oder ist es nicht eher so wie bei einer DVD, die man sich kauft damit man den Film hat, und nach zehn Jahren stellt man fest: man hat sie zweimal angeschaut. Das erste Mal als man sie gekauft hat und das zweite mal zur Hälfte am besten noch mit Vorspulen.
Musicals in Österreich
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Sehe ich genauso, bzw noch stärker so. Das ist ein Wunschkonzert von Hardcore Fans, die sich die gleichen Stücke zigmal reinpfeifen. Außer "Elisabeth" waren die Levay/Kunze-Stücke auch keine wirklichen Mainstream-Hits als Longrun-Inszenierungen (Stadttheater/Open-Air-Produktionen mit weit niedrigeren Preisen und begrenzter Laufzeit sind etwas anderes).
Ein Stagione-Betrieb wäre auf jeden Fall wünschenswert, so ähnlich wie es das Theater des Westens zu seligen Baumann-Zeiten machte. Schwerpunkt klassische Musicals, die sonst selten zu sehen sind, damit junge Musicalfans ihren Horizont erweitern können. Die VBW-Stars könnte man als Zugpferde engagieren. Dazu Uraufführungen, die kommerziell scheinbar zu riskant für Ronacher/Raimund sind, wie eben die bislang noch nicht in Wien aufgeführten Levay/Kunze-Werke, und kurze Konzertreihen so wie im kommenden Jahr die Romeo & Julia-Konzerte. Mit einem größeren Angebot könnte man dann vielleicht auch wieder mehr Lizenz-Produktionen schaffen und Geld mit den Lizenzen verdienen. Und warum sowas wie Romeo & Julia dann nicht auch auf Tournee durch die DACH-Region schicken?
Damals zu Klausnitzer-Zeiten haben die VBW einfach viel größer gedacht, heute hat man sich sehr auf Wien selbst zurückgezogen und entweder internationale Stücke für das Wiener Publikum nochmal aufgeführt wie Cats und Phantom oder Eigenwerke produziert, die sich außerhalb Österreichs kaum vermarkten lassen wie "I am from Austria" und "Maria Theresia".
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Und man baut mind. 3 neue Opernhäuser in Deutschland wie zu lesen war. Ich fände es auch besser, wenn endlich die subventionierten Häuser allen Genres einen Raum geben und weiter nach elitärem E und niederem U unterscheiden.
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Und man baut mind. 3 neue Opernhäuser in Deutschland wie zu lesen war. Ich fände es auch besser, wenn endlich die subventionierten Häuser allen Genres einen Raum geben und weiter nach elitärem E und niederem U unterscheiden.
Ich glaube da fehlt ein „nicht“ am Ende, oder?
Zumindest in Düsseldorf (wo eines der Häuser stehen wird) sind in diesem Jahr ja zwei Musicals im Spielplan. Hier bin ich generell mal auf die neue Intendanz gespannt, allgemein nun, nicht nur aufs Musical bezogen. -
Und warum sowas wie Romeo & Julia dann nicht auch auf Tournee durch die DACH-Region schicken?
Das wäre tatsächlich mein großer Wunsch zu Weihnachten. Wünschen darf man sich da ja erstmal vieles. ☺️
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Ist schon interessant, dass für manche Menschen mit Tunnelblick die Kulturlandschaft ausschließlich aus Musicals zu bestehen hat. Autsch, was wäre das für eine armselige, traurige Welt.
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Das hier ist ein Forum für Musicalfans, warum bist du dann hier?
Wenn ich mich über Opern austauschen möchte, tue ich das in einem Opernforum, wenn ich über Kinofilme sprechen möchte, in einem Kinoforum.
Das Theater an der Wien hatte seine beste Zeit als Musicalhaus, während es als zusätzliches Opernhaus hochdefizitär war und Wien hat genug andere Opernhäusern. Was also soll diese absolut hochnäsige Bemerkung überhaupt?
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Das hier ist ein Forum für Musicalfans, warum bist du dann hier?
Wenn ich mich über Opern austauschen möchte, tue ich das in einem Opernforum, wenn ich über Kinofilme sprechen möchte, in einem Kinoforum.
Das Theater an der Wien hatte seine beste Zeit als Musicalhaus, während es als zusätzliches Opernhaus hochdefizitär war und Wien hat genug andere Opernhäusern. Was also soll diese absolut hochnäsige Bemerkung überhaupt?
Warum bist du so aggressiv?
Es soll Leute geben - und ich nehme an, dass Awakennings.neu zu diesen gehört -.die sich sowohl für Musicals als auch andere Kunstformen interessieren. Eine Kulturlandschaft, die nur aus Musical besteht, wäre sicher genauso wenig wünschenswert, wie eine Kulturlandschaft, die nur aus Oper oder Sprechtheater besteht.
Und ob Awakennings.neu hier ist oder nicht, ist doch wohl ganz allein Awas Entscheidung.
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Ich glaube Jonas meint eher einen Stagione Betrieb mit Musicals.
Ja genau! Also wochen/tageweise über die Spielzeit verteilte Termine
so kann man die Elisabeth auch dauerhaft zeigen -
Wenn ich mich über Opern austauschen möchte, tue ich das in einem Opernforum, wenn ich über Kinofilme sprechen möchte, in einem Kinoforum.
Trotzdem ist der Blick aufs Ganze ja sinnvoll!? Hier hat ja keiner ganze Opernkritiken verfasst. Und das TadW ist aktuell doch ganz gut aufgestellt. Wollte bei meinem letzten Besuch spontan in Alice, keine Karte zu bekommen und allgemein ist es doch ganz gut gebucht dort immer, oder nicht?
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Ein unendlich angelegter Dauerbetrieb von Elisabeth und vielleicht dann auch noch im regelmäßigen Wechsel mit Mozart und Rebecca und Tanz der Vampire klingt für mich eigentlich wie Horror. Ich liebe ja wirklich alle vier Stücke aber das macht sie dann irgendwie zur bedeutungslosen Dauereinrichtung. So eine Art Museumstour der vbw. Am schlimmsten dann noch mit Inszenierungen an denen man nie wieder was ändert. Natürlich ist es schade wenn die eigenen Lieblingsstücke irgendwann mal ein Ende finden. Aber Endlichkeit hat auch ihren Reiz. Und Neuproduktionen alle paar Jahre mal können zwar auch scheitern, lassen die Stücke aber lebendig bleiben und irgendwie relevant. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind es geht doch da irgendwie um dauerhafte Verfügbarkeit von etwas, das man mag. Nur wer von denen die das fordern, geht denn dann auch mindestens zweimal im Jahr in Stück? Oder ist es nicht eher so wie bei einer DVD, die man sich kauft damit man den Film hat, und nach zehn Jahren stellt man fest: man hat sie zweimal angeschaut. Das erste Mal als man sie gekauft hat und das zweite mal zur Hälfte am besten noch mit Vorspulen.
Es muss ja auch nichts dauerhaftes sein, aber ich denke zB Mozart würde sich ja nicht lohnen, wenn man es regulär 6-7x pro Woche aufführt. Da würde ich mich freuen eine Show pro Spielzeit mit ins Repertoire zu nehmen.
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Trotzdem ist der Blick aufs Ganze ja sinnvoll!? Hier hat ja keiner ganze Opernkritiken verfasst. Und das TadW ist aktuell doch ganz gut aufgestellt. Wollte bei meinem letzten Besuch spontan in Alice, keine Karte zu bekommen und allgemein ist es doch ganz gut gebucht dort immer, oder nicht?
Sicher kann man eine größere Diskussion führen und in diese auch das Thema Oper integrieren, bzw. ob Musicals nun mehr Einkünfte generieren würden als die aktuellen Opern (neben der Einnahmenseite muss man ja auch die Ausgabenseite betrachten, ich vermute, dass Opern teurer sind und damit höher subventioniert werden müssen als Musicals).
Ich finde es aber armselig, Menschen, die hier zu 99% über Musicals diskutieren und sich (wieder) einen Musicalbetrieb im TadW wünschen, damit anzugehen, dass sie mit einem "Tunnelblick" in einer "armseligen, traurigen Welt" leben. Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht und bin damit raus hier.
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Ein Haus für Klassiker für die Jugend bzw. alle Interessierten wäre durchaus eine gute Idee. Wenn man die Kritik zu Anything Goes in Hannover auf Bühnenlichter liest, ist da wohl durchaus Lernbedarf. Aussagen wie "zu lange Dialoge", "komplizierte Handlung", "keine Ohrwürmer" oder "kein Musical für Anfänger" finde ich dann doch etwas skurril.
Ich habe die Inszenierung nicht gesehen, aber so verquer kann sie ja gar nicht sein, um solche Eindrücke zu bekommen. Man sollte sich wohl mal mehr mit der Entwicklung des Genres beschäftigen.
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Ich finde es aber armselig, Menschen, die hier zu 99% über Musicals diskutieren und sich (wieder) einen Musicalbetrieb im TadW wünschen, damit anzugehen, dass sie mit einem "Tunnelblick" in einer "armseligen, traurigen Welt" leben. Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht und bin damit raus hier.
Ich glaube gar nicht mal, dass es gegen dich ging. Aber es ist zugegeben sehr ermüdend wenn ein User immer wieder mit den selben Ideen kommt und nur im Musical alleine die goldene Zukunft sieht und man daher natürlich ein Theater welches (recht erfolgreich) Opern spielt am besten heute noch schließt, um daraus ein weiteres Musicalhaus zu machen und dabei dann auch Fakten einfach ignoriert.
Grundsätzlich einige Musicals in einen Spielplan einzubauen ist sicherlich eine Idee, die viele hier so unterstützen würden. Seien es pro Spielzeit einige Mozart-Vorstellungen oder große Klassiker. -
Trotzdem ist der Blick aufs Ganze ja sinnvoll!? Hier hat ja keiner ganze Opernkritiken verfasst. Und das TadW ist aktuell doch ganz gut aufgestellt. Wollte bei meinem letzten Besuch spontan in Alice, keine Karte zu bekommen und allgemein ist es doch ganz gut gebucht dort immer, oder nicht?
Danke, richtig. Im März war ich im Theater an der Wien in einer der seit Monaten ausverkauften „Norma“-Vorstellungen, sensationell gut und eines der größten Highlights des Jahres. Und im Oktober sah ich dort eine rasante, spannend neu inszenierte „Fledermaus“, die einige begeisterte, anderen vor den Kopf stieß: genau so sollte es sein, und ausverkauft war es ebenfalls. Musicals haben auch in der Wiener Theaterlandschaft weiter ihren Platz (Raimund, Ronacher, Volksoper, demnächst noch Prater und im Umland in Baden etc.). Ich habe mich allein dagegen gewehrt (und tue es weiter), dass jemand so tut als bestünde Kultur nur aus Musical oder solle nur daraus bestehen. Wenn sich jemand nur allein dafür interessiert: Bitteschön. Aber danach hat sich nicht die gesamte Kulturlandschaft zu richten und wird es gottlob auch nicht tun.
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Warum bist du so aggressiv?
Es soll Leute geben - und ich nehme an, dass Awakennings.neu zu diesen gehört -.die sich sowohl für Musicals als auch andere Kunstformen interessieren. Eine Kulturlandschaft, die nur aus Musical besteht, wäre sicher genauso wenig wünschenswert, wie eine Kulturlandschaft, die nur aus Oper oder Sprechtheater besteht.
Und ob Awakennings.neu hier ist oder nicht, ist doch wohl ganz allein Awas Entscheidung.
Vielen Dank, vollkommen richtig!
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Ich glaube gar nicht mal, dass es gegen dich ging. Aber es ist zugegeben sehr ermüdend wenn ein User immer wieder mit den selben Ideen kommt und nur im Musical alleine die goldene Zukunft sieht und man daher natürlich ein Theater welches (recht erfolgreich) Opern spielt am besten heute noch schließt, um daraus ein weiteres Musicalhaus zu machen und dabei dann auch Fakten einfach ignoriert.
Grundsätzlich einige Musicals in einen Spielplan einzubauen ist sicherlich eine Idee, die viele hier so unterstützen würden. Seien es pro Spielzeit einige Mozart-Vorstellungen oder große Klassiker.Was vollständiger Quatsch ist - wir haben eher die Situation, dass Opern zu Hauf in jeder Provinz gespielt wird was auch ok ist - allerdings eben das Musical das heutige Musiktheater bis heute viel zu wenig und kaum was man richtig krass in der diesjährigen Spielzeit 2026/2027 sieht - so wenige Musicals und da wiederhole ich mich sehr gerne weil es so stimmt (hat auch die Blickpunkt Musical das Fachmagazin geschrieben) wie seit Jahrzehnten nicht mehr zur Aufführung kommen - wenn überahaupt dann sind es vor allem Wiederaufnahmen aus vergangenen Spielzeiten kaum Neuproduktionen und von Uraufführungen und Deutschen Erstaufführungen brauchen wir gar nicht zu schreiben - die Produktionen kann man diese Saison im Stadttheater an einer Hand aufzählen - zum Glück haben wir da die großen Player sonst hätten wir nichts mehr Neues zum Thema Musical - also es ist genau das Gegenteil - Überproportional viel zu viele Opern und Musical wird kaum gespielt.....
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Die Stadt Wien hat mit Raimund Theater und Ronacher zwei wunderbare Musicalhäuser, technisch auf einem hervorragenden Stand und beide noch fast frisch generalsaniert.
Damit kann ich gut leben.
Wien hat sich vor Jahren dazu entschlossen, aus dem Theater an der Wien ein weiteres Opernhaus zu machen, das hat mich damals auch geschmerzt, nach schönen Elisabeth Erfahrungen in diesem altehrwürdigen Theater.
Aber alles hat seine Zeit und jetzt wieder Musical dort einzufordern macht meines Erachtens keinen Sinn. Das Theater war ja auch nur temporär ein Musicalhaus und hat keine historische Berechtigung, hier Musical einzufordern. Das Opern Konzept, das dort gefahren wird, hat sich meines Erachtens bewährt, es wird hohe Qualität geboten und das neue Opernhaus wird von den Zuschauern schon lange gut angenommen. Dass es auf Dauer ein erheblicher Zuschussbetrieb sein wird, war der Stadt Wien seinerzeit klar und so ist es auch noch heute.
Gut, dass es den Wienern immer viel wert war und ist, Kultur zu subventionieren. Viele Touristen kommen auch wegen der kulturellen Vielfalt, zumindest nutzen sie diese gerne, wenn sie in der Stadt sind.
Auch wenn jetzt Einsparungen angesetzt sind, fließen doch noch erhebliche Subventionen an die vbw, die Raum lassen für Musical und Oper.
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Die Stadt Wien hat mit Raimund Theater und Ronacher zwei wunderbare Musicalhäuser, technisch auf einem hervorragenden Stand und beide noch fast frisch generalsaniert.
Damit kann ich gut leben.
Wien hat sich vor Jahren dazu entschlossen, aus dem Theater an der Wien ein weiteres Opernhaus zu machen, das hat mich damals auch geschmerzt, nach schönen Elisabeth Erfahrungen in diesem altehrwürdigen Theater.
Aber alles hat seine Zeit und jetzt wieder Musical dort einzufordern macht meines Erachtens keinen Sinn. Das Theater war ja auch nur temporär ein Musicalhaus und hat keine historische Berechtigung, hier Musical einzufordern. Das Opern Konzept, das dort gefahren wird, hat sich meines Erachtens bewährt, es wird hohe Qualität geboten und das neue Opernhaus wird von den Zuschauern schon lange gut angenommen. Dass es auf Dauer ein erheblicher Zuschussbetrieb sein wird, war der Stadt Wien seinerzeit klar und so ist es auch noch heute.
Gut, dass es den Wienern immer viel wert war und ist, Kultur zu subventionieren. Viele Touristen kommen auch wegen der kulturellen Vielfalt, zumindest nutzen sie diese gerne, wenn sie in der Stadt sind.
Auch wenn jetzt Einsparungen angesetzt sind, fließen doch noch erhebliche Subventionen an die vbw, die Raum lassen für Musical und Oper.
Nach der Bekanntgabe der Budgetkürzung für die vbw in Höhe von 5 Mio Euro hier habe ich nicht die Rückkehr des Musicals gefordert sondern die Einstellung des Opernbetriebs im Theater an der Wien weil dies Hoch-Defizitär ist und das Theater als Theatermuseum wie das Markgräftliche Opernhaus in Bayreuth weiterzuführen - so hat man Einnahmen durch Touristen und dann kann man ja 1-2 x im Jahr mal ein Konzert noch spielen....
Ein anderer Diskutant hat dann hier die Idee eingebracht Stücke wie Elisabeth dort spielen zu lassen - dauerhaft worauf ich hin erwiderte das hatte ich bereits 2005 gefordert vor Umwidmung in ein Opernhaus es zu Ehren von Kunze & Levay mit deren Stücken zu bespielen - Dauerhaft - der Drops war dann aber gelutscht nachdem ja dann auch das RONACHER als große Musicalstätte umgebaut worden ist
Es wird eher darauf hinaus laufen, dass weniger gespielt werden wird anstatt mehr wenn man sich die katastrophale Haushaltslage der Stadt Wien und auch Österreich anschaut -hier gilt es eher sich zu rüsten und zu wappnen und den Musicalbetrieb in den b eiden wunderbaren Theatern Raimund und Ronacher überhaupt zu sichern und so halten zu können....
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Und klar fliessen immer noch erhebliche Subventionen in die Musicals und die Oper aber das reicht hinten und vorne nicht - und das sieht man daran, dass in den letzten Jahren die Ticketpreise massiv erhöht worden sind - auf STAGE Niveau wenn man so will - trotz der Subventionierung und ich kenne ja Leute aus dem vbw Orchester seit Jahrzehnten - da ist schon in den letzten Jahren eingespart worden und die sind absolut nicht glücklich über das neue Theater am Prater was nun definitiv kommen wird -
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Und da sprechen wir nun nicht von der Auflösung des vbw Orchesters wie in Baden - allerdings wird die Wiener Stadtspitze ganz bestimmt so sind Politiker dann wenn der Betrieb des Theaters am Prater läuft feststellen: Also es gibt international kein Großmusical dass mit so vielen Orchestermusikern gespielt wird wie in Wien (Raimund und Ronacher) - und dann kommt: Verkleinerung des Orchesters wegen weiteren Kosteneinsparungen und darauf muss man sich realistisch einstellen denn der Haushalt wird sich in Wien nicht verbessern - aktuell rechnet man eher zu postiv wie es wirtschaftlich weitergehen wird.....da könnte also nächstes, übernächstes Jahr noch massiv mehr an Einsparungen anstehen
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Damals zu Klausnitzer-Zeiten haben die VBW einfach viel größer gedacht, heute hat man sich sehr auf Wien selbst zurückgezogen und entweder internationale Stücke für das Wiener Publikum nochmal aufgeführt wie Cats und Phantom oder Eigenwerke produziert, die sich außerhalb Österreichs kaum vermarkten lassen wie "I am from Austria" und "Maria Theresia".
Deine Begeisterung für die Klausnitzer-Ära teile ich nur bedingt.
Ja , er hat an der Vermarktung gearbeitet … der Kreative Output ist allerdings bescheidener … vermarktet wurden die Stücke seines Vorgängers, namentlich Elisabeth und Tanz der Vampire, das unter seiner Intendanz Premiere hatte, wurde aber auch noch von Peter Weck angestoßen und auf den Weg gebracht.
Ansonsten? Barbarella? Na ja … das war schon in Wien kein Erfolg … Wake up! … eher nicht.
Da sind mir die vbw heute mit Struppeck deutlich kreativer unterwegs … auch die Klassiker ziehen auswärtiges Publikum an. Mit dem Österreich-Bezug neuer Stücke sind auch Subventionen besser zu begründen. I am from Austria gehörte von der Auslastung her zu den erfolgreichsten Stücken im Raimund Theater, das gilt bei Rock me Amadeus analog fürs Ronacher … wobei ich mir bei dem Falco Musical auch noch eine internationale „Weiterverwertung“ gut vorstellen kann.
Und Maria Theresia? Warum nicht vermarktbar? Im asiatischen Raum wird auch das neue Stück wieder nachgefragt werden, wenn Wien beendet ist. Mit der hohen Affinität für Österreich und fürs Kaiserhaus sollte da wieder was möglich sein, inklusive asiatischen Touristen auf den Spuren von MT in Wien 😁.
Ich möchte die Klausnitzer-Zeiten nicht zurück haben (und die anschließende Zechner-Ära erst recht nicht).
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Natürlich ist es völliger Quatsch zu fordern dass die alte Oper ausgemistet wird und Platz macht für das vermeintlich junge Musical. Das wäre völlig extrem und vollkommen überzogen. Schließlich hat beides sein Publikum. Und es ist gar nicht mal immer ein völlig unterschiedliches Publikum wie wir wissen.
Aber was natürlich wirklich völlig schade ist, ist die Tatsache dass wir seit 30 Jahren darüber diskutieren, dass es eigentlich ein bisschen mehr Musical sein müsste als es ist. Und es ist in den 30 Jahren auch mehr geworden. Aber eben nicht überall und nicht in dem Maße wie man es sich vielleicht mal gewünscht hätte.
Andererseits es ist natürlich für kleinere Theater ohne riesen Budget auch schwierig. Wenn sie Musicals bringen bringen sie natürlich oft auch Sachen die schon bekannt sind oder bewährt. Und dann meistens die wo sie sich die Lizenz leisten können. Stücke Entwicklung ist teuer und kann nicht jeder leisten. Bereits erfolgreich anderswo getestete aber hier noch nicht so bekannte Stücke sind auch nicht so eine sichere Bank. Das merken ja auch die großen Player, dass nicht alles was am Broadway oder am Westend funktioniert auch in Deutschland funktionieren muss. Und man kann es auch nicht unbedingt vergleichen mit der Oper. Denn neue Opern werden auch nicht an diesen Theatern gespielt. Auch hier nehmen sie natürlich das Bewährte oder zumindest Bekannte.
Hinter dieser Diskussion stecken so viele Ebenen und Abhängigkeiten, dass einfach ein pures Theater Bashing nicht wirklich reicht um das Problem oder das Phänomen zu durchdringen.
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Natürlich ist es völliger Quatsch zu fordern dass die alte Oper ausgemistet wird und Platz macht für das vermeintlich junge Musical. Das wäre völlig extrem und vollkommen überzogen. Schließlich hat beides sein Publikum. Und es ist gar nicht mal immer ein völlig unterschiedliches Publikum wie wir wissen.
Aber was natürlich wirklich völlig schade ist, ist die Tatsache dass wir seit 30 Jahren darüber diskutieren, dass es eigentlich ein bisschen mehr Musical sein müsste als es ist. Und es ist in den 30 Jahren auch mehr geworden. Aber eben nicht überall und nicht in dem Maße wie man es sich vielleicht mal gewünscht hätte.
Andererseits es ist natürlich für kleinere Theater ohne riesen Budget auch schwierig. Wenn sie Musicals bringen bringen sie natürlich oft auch Sachen die schon bekannt sind oder bewährt. Und dann meistens die wo sie sich die Lizenz leisten können. Stücke Entwicklung ist teuer und kann nicht jeder leisten. Bereits erfolgreich anderswo getestete aber hier noch nicht so bekannte Stücke sind auch nicht so eine sichere Bank. Das merken ja auch die großen Player, dass nicht alles was am Broadway oder am Westend funktioniert auch in Deutschland funktionieren muss. Und man kann es auch nicht unbedingt vergleichen mit der Oper. Denn neue Opern werden auch nicht an diesen Theatern gespielt. Auch hier nehmen sie natürlich das Bewährte oder zumindest Bekannte.
Hinter dieser Diskussion stecken so viele Ebenen und Abhängigkeiten, dass einfach ein pures Theater Bashing nicht wirklich reicht um das Problem oder das Phänomen zu durchdringen.
Vollkommen richtig aber um neue Musicals zu entwickeln und zu spielen auch ohne Sicherheit ob es Erfolgreich wird wo sonst als in einem subventionierten Theater soll das bitte statt finden? Es soll nicht so sein wie es aktuell ist, dass die Subventionierten die Dauerbrenner wie SISTER ACT usw. von den Großproduzenten übernehmen sondern die sollen wirklich eigene Stücke aufführen bzw. günstige Lizenzproduktionen nach Deutschland holen (bei Doktor Schiwago MUKO Leipzig) hat das perfekt geklappt oder NEXT TO NORMAL in Fürth es gibt so viele Stücke vom Broadway und Westend die dort nicht liefen da bekommt man günstig ne Lizenz es ist immerhin besser ein Stück aufzuführen als gar nicht mehr zu spielen - da hat Michael Kunze total Recht - Wien ist da das e inzige Theater die das so machen - in Deutschland machen es ab und an punktuell mal einzelne Häuser aber aktuell läuft ja praktisch gar nix mehr nennenswertes....
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Nach der Bekanntgabe der Budgetkürzung für die vbw in Höhe von 5 Mio Euro hier habe ich nicht die Rückkehr des Musicals gefordert sondern die Einstellung des Opernbetriebs im Theater an der Wien weil dies Hoch-Defizitär ist und das Theater als Theatermuseum wie das Markgräftliche Opernhaus in Bayreuth weiterzuführen - so hat man Einnahmen durch Touristen und dann kann man ja 1-2 x im Jahr mal ein Konzert noch spielen....
Du hast hierzu meinen Beitrag zitiert, in dem ich dich aber überhaupt nicht angesprochen habe, lieber Theaterfürst.
Es dreht sich doch nicht immer nur um dich und deine Beiträge 😉
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